Was auf dem Spiel steht: Neue Lebensansichten eines Katers (1974)

In: Animal Body
Author:
Carola Hilmes
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Abstract

Ausdrücklich nimmt Christa Wolfs ‚unwahrscheinliche Geschichte‘ Bezug auf den durch E.T.A. Hoffmann bekannten Kater Murr; dessen Geschichte transformiert sie aktualisierend als Wissenschaftssatire, die den Kybernetik-Hype der frühen DDR kritisiert. Ihr ‚neuer Blick‘ auf die sozialistische Gesellschaft der Zukunft fällt düster aus: das moderne, ausschließlich von männlichen Akteuren betriebene Wissenschaftsprogramm scheitert. Das ‚kollektive Experimentieren‘ (B. Latour) entwickelt sich zu einem dystopischen Programm; daran hat Kater Max, der Ich-Erzähler der Geschichte, einen wesentlichen Anteil. Ich möchte ein ‚animal reading‘ (R. Borgards) dieser Geschichte vorschlagen und dabei auch auf Donna Haraways Konzept des Companion Species eingehen. In diesem Zusammenhang wichtig ist außerdem auch die von Frederike Middelhoff vorgelegte Studie Literarischen Autozoographien (2020), die u.a. Die Lebensansichten des Katers Murr untersucht.

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Animal Body

Tier-Bilder in der deutschsprachigen Literatur