Sein und Freiheit am Weltbeispiel Mensch: Die Aktualität Rudolph Berlingers aus Anlass seines 20. Todestages

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Rudolph Berlinger (1907–1997) entwickelte die Konzeption einer morphopoietischen Metaphysik gleichermaßen als eine dialogische Weltwissenschaft und als Philosophie einer im transzendenten Grund fundierten Freiheit. Die platonisch-sokratische Problematik des Anfangs, die Gewinnung einer nicht den Ideologien der Zeit unterworfenen Vernunft verschmelzen in seinem im 20. Jahrhundert singulären Denkansatz theoretische und praktische Vernunft, so dass Sprache und Gewissen zum apex theoriae werden. Wissende Selbstaufklärung und sittliche Grundhaltung sind für Berlinger voneinander untrennbare Kehrseiten einer Medaille. Besonders deutlich wird dies an der Bestimmung des Todes als einer Handlung, in der menschliche Kontingenz endgültig ausgestanden und durch die hindurch das Weltbeispiel Mensch in seinem Bleibenden sichtbar wird. Berlingers Denken exemplifiziert damit in unüberholter Weise den Menschen als endliches und auf das Absolute transparentes ‚Weltbeispiel‘, was in der vorliegenden Abhandlung mit Seitenblicken auf Husserl, Heidegger und Sartre weiter verdeutlicht werden soll.

Metrics

All Time Past Year Past 30 Days
Abstract Views 8 8 8
Full Text Views 0 0 0
PDF Downloads 0 0 0