Dürers Selbstbildnis im Pelzrock: Dem Geheimnis eines Bildes auf der Spur

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Der anhaltenden Faszination von Albrecht Dürers berühmten „Selbstbildnis im Pelzrock“ von 1500 auf der Spur versucht dieser Ansatz aus der Bildkomposition die besondere Situation zu ermitteln, in welcher der Porträtierte dem Betrachter entgegentritt. Gilt der fixierende Blick Dürers, wie weithin angenommen, wirklich jedem x-beliebigen Betrachter? In den heuristischen Entwurf einer Bildszene fügen sich neben Haartracht, Blick, Kleidung, Gesicht, Hand- und Kopfhaltung auch diejenigen Bildkomponenten stimmig ein, die in der Dürer-Forschung bislang Rätsel aufwarfen, wie die christomorphen Züge oder die mit dem Marderpelz besetzte Schaube, der Insignie eines Rates der Stadt Nürnberg, die Dürer zu dieser Zeit noch nicht zukam. Zusammen mit der auf die Oratio des Pico della Mirandola verweisenden Inschrift ergibt sich so eine schlüssige Bildaussage, in der Dürer seine Wesensverwandtschaft mit Christus akzentuiert und den Betrachter als Zeugen in diese Situation einbezieht, insofern er seine Christusähnlichkeit stellvertretend für alle Menschen ins Bild setzt.

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