Probleme der Gerechtigkeit: Zu John Rawls’ liberaler Gerechtigkeitstheorie

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Wir begegnen einer Gerechtigkeitstheorie in einem liberalen und zugleich philosophischen Rahmen. Gerechtigkeit als Grundlage unserer westlichen Wohlfahrtsstaaten! Rawls, ein Kontraktualist, begründet sie dank eines Vertrags ganz eigener Art, funktionell, nicht genetisch. Die Unterscheidung von Freiheiten, die uns der Rechtsstaat garantiert, und der materiellen Güter ist grundlegend. Die Ungleichheit bedarf einer Rechtfertigung unter zwei Bedingungen: für alle erreichbar sein und nützlich für alle. (Differenzprinzip) Keine übergeordneten Regeln sind bestimmend, nur die Vernunft und der Zustand der Verfassungswähler. Somit gäbe es ein auf volle Gleichheit ausgerichtetes Verteilungsprinzip für das Immaterielle und ein mit Ungleichheit behaftetes für die materiellen Güter. Zuerst muss rechtliche Gleichheit herrschen, dann erst erfolgen die unvermeidlichen sozialen und ökonomischen Ungleichheiten, die nur unter bestimmten Voraussetzungen als gerecht angesehen werden können. Die Gerechtigkeit unterliegt hier Bedingungen, unter denen wohl das Differenzprinzip am meisten hervorsteht.

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