Das leibliche Selbst: Eine leibphilosophische Anerkenntnistheorie des Selbstbewusstseins

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Ursprüngliches Selbst-Bewusstsein setzt das ‚Leibsein‘ eines Wesens und die aisthetische Differenz (Leib – Umwelt) voraus. Diese Differenz muss sich nicht notwendig taktil konstituieren. Ein ataktiles Wesen könnte prinzipiell Selbst-Bewusstsein erwerben, wenn es nur überhaupt die Erfahrung der aisthetischen Differenz machen kann. Um sich aber den eigenen Körper als eigenen anzueignen, bedarf es sehr wohl der Taktilität. Bei taktilen Wesen verläuft die Eigenleib- und die Eigenkörpererfassung (de se) in der Regel zeitlich parallel. Die taktile Erfahrung ist außerdem dadurch ausgezeichnet, dass sie die aisthetische Differenz besonders eindrücklich bewusst macht und folglich die Konstitution von Selbstbewusstsein außerordentlich begünstigt.

Metrics

All Time Past Year Past 30 Days
Abstract Views 9 9 9
Full Text Views 0 0 0
PDF Downloads 0 0 0