Der logische Realismus im Kontext: Christoph Gottfried Bardilis Beitrag zur klassischen deutschen Philosophie

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Christoph Gottfried Bardilis logischer Realismus, der ebenso als materialer Idealismus oder als ontologische Logik gekennzeichnet werden kann, hat vornehmlich im Zusammenhang mit seinem umfänglichsten Werk, dem Grundriß der Ersten Logik (1800), heftige Reaktionen seiner Zeitgenossen hervorgerufen. In sonst nie gekannter Einigkeit haben sich Fichte, Schelling und Hegel gegen diese Philosophie ausgesprochen. Doch was ist der Inhalt der bardilischen Lehre? Was hat diese einstimmige Kritik hervorgerufen? War sie berechtigt und fundiert? Wie haben andere Beteiligte auf Bardilis Texte reagiert? Und was eigentlich wird abgelehnt an einem Autor, dessen erklärtes Ziel es war, das reine Denken zu denken, die logischen Grundbegriffe zu klären und zu ordnen und ein wissenschaftliches System der Logik auszuarbeiten? Außerdem: Blieben die Kritiker tatsächlich so unbeeindruckt und inhaltlich unbeeinflusst von dem, was sie bei Bardili gelesen hatten? – All diesen Fragen versucht sich der folgende Beitrag zuzuwenden; er will Hintergründe skizzieren und damit, wenn er auch nicht alle Fragen beantworten kann, Denkanstöße für eine Diskussion und Material für ein besseres Verständnis eines häufig übersehenen Autors bieten.

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