Der Weg zum Begriff: Liebrucks’ Logik zur Sprachlichkeit unseres Weltumgangs

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Die kantische Reflexion der Bedingungen der Möglichkeit wissenschaftsfähiger Erkenntnis schränkt Erkenntnis auf die Möglichkeit ein, Wirklichkeit als eine durchgängig bestimmte Modellwelt zu interpretieren und zu behandeln. Liebrucks zeigt mit Hegel auf, dass dieses Vorgehen zur Errichtung einer Welt der Positivität führt. Die Dialektik überschreitet die von Kant gezogene Grenze wissenschaftlicher Erkenntnis nur dadurch, dass sie den formallogischen Denkduktus als notwendiges Moment im wirklichen Erkennen anerkennt. In der Dialektik wird die Anschauung nicht mehr aus transzendentallogischen Gründen zum Modifikator alles Gegenständlichen herabgesetzt, sondern wird zur denkenden Anschauung. In einer Philosophie von der Sprache her ist sie Moment in der Darstellung der Sprachlichkeit des menschlichen Weltumgangs. Darin ist das Verhalten zu den Dingen nicht nur Verhalten zu sich selbst, sondern dieses Verhältnis wird in Sprache und Bild zum Bewusstsein gebracht. Die in der Sprache erfahrene Wirklichkeit zeigt ihr unerschöpfliches Bild- und Sprachantlitz einem bei aller kulturellen Überfärbung doch individuell gebliebenen Anschauen und Denken, dem hegelschen Begriff.

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