Gabriels Sinnfeldontologie: Konsequenzen für Raum und Zeit und die Perspektiven der Mathematik

In: Perspektiven der Philosophie

Zusammenfassung

Gabriels Sinnfeldontologie betrachtet die Welt als Fraktal, das als nach außen hin fortlaufend beschrieben wird, ohne Ursubstanz oder einheitliche Ordnung, die alles bestimmt. Welche Konsequenzen hat diese Betrachtung für Raum und Zeit? Aus der Unmöglichkeit einer Ursubstanz folgt nämlich auch, dass Fraktale nach innen genauso gegeben sein müssen. Zusätzlich sind Sinnfelder der Kontingenz und der Zeit notwendig, weil ohne sie ebenfalls ein starres System entstünde, das keinen Hintergrund hätte. Die Gleichsetzung der Realität mit dem Unendlichen der Mathematik Georg Cantors hat bisher zu Paradoxien geführt, welche aber, wenn der Blick hin zu anderen Bereichen der Mathematik gewendet wird, aufgelöst werden können. Dabei handelt es sich um die Verbindung des aktual Unendlichen Cantors mit dem Infinitesimalen und dem linearen Kontinuum. Daraus ergibt sich die Aufhebung der noch von Cantor geforderten Trennung zwischen aktual Unendlichem der Welt, der Mathematik und des Absoluten in indefiniter, linearer, Unendlichkeit. Vor dem Hintergrund der Verbindung dieser verschiedenen mathematischen Bereiche können Gegenstände in ihren Sinnfeldern mathematisch beschrieben werden.

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