Philosophie und Literatur – Die Sprachen des Denkens und die Zukunft der Metaphysik

In: Perspektiven der Philosophie
Author:
Harald Seubert
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Zusammenfassung

Der Aufsatz geht von der Beobachtung George Steiners aus, dass auch philosophische Gedanken eine literarische Gestalt haben. Er skizziert von hier her eine Phänomenologie philosophischer Rede, die nicht nur die Verschriftlichung, sondern auch den in der Antike gängigen mündlichen Vortrag zugrunde legt. Im einzelnen werden der Dialog (Platon und Cicero), das Selbstgespräch (zwischen Augustinus und Wittgenstein), das System der klassischen (deutschen) Philosophie, aber auch das Fragment bzw. der Torso (‚Vorsokratiker‘) auf ihre sprachliche Gestalt befragt. Besonderes Augenmerk gilt narrativen Formen philosophisch spekulativer Gedankenführung, wie sie Hegel in der Phänomenologie des Geistes und Schelling in seinen Weltaltern ausführte und wie sie auch in der Moderne immer wieder versucht wurden, u. a. bei Heidegger. Über Steiner hinausgehend wird nach der Verbindung von Gedanke und literarischer Formgebung gefragt: Denn die Literarizität philosophischer Gedankenführung ist nicht nur eine Frage des rhetorischen Ornats. Bei gelungener Gestaltgebung zeigt sich eine vollständige Durchdringung von Form und Gestalt. Dabei belegt der Aufsatz die These, dass Philosophie auch im Gegenüber zur künstlerischen Invention ihren Standpunkt einnimmt. Deutlich wird auch, dass vor dem Hintergrund der Beachtung dieser Zusammenhänge zwischen Metaphysik und Moderne vielfältige Zusammenhänge bestehen.

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