EINGEMAUERT: Helga Schütz, Grenze zum gestrigen Tag

in "Wenn sie das Wort Ich gebraucht"
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Abstract

In ihrem Roman Grenze zum gestrigen Tag rekonstruiert Schütz das Leben in der DDR der sechziger und siebziger Jahre. Aus der Perspektive der Mutter beschreibt sie das Alltagsleben einer Familie, die am Glienicker See direkt an der Mauer wohnt. Die wiederholten genauen Beschreibungen der Mauer und ihres Ausbaus machen diese zur zentralen Institution des DDR-Sozialismus in diesem Roman. Daneben beschreibt Schütz ein Familienleben mit einer ausgesprochen traditionellen Arbeitsteilung. Der Versuch der Mutter, im Schatten der Mauer ein intaktes Familienleben zu führen, scheitert, wobei die Anzahl ihrer Verluste an Brechts Mutter Courage erinnert. Der Aufsatz analysiert die Gegenüberstellung vom Leben im Schatten der Mauer und den Geschlechterverhältnissen in der Familie und untersucht, inwieweit Schützes Rekonstruktion der DDR-Vergangenheit Geschichte und Geschlechterverhältnisse kritisch auf ihr Emanzipationspotential hinterfragt.

"Wenn sie das Wort Ich gebraucht"

Festschrift für Barbara Becker-Cantarino von FreundInnen, SchülerInnen und KollegInnen

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