NORM, KRITIK, AUTORITÄT

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Das Konzept der imitatio veterum zählt zu den grundlegenden Denkmustem rinascimentaler Poetik und Kultur. Im Rahmen der sog. Ciceronianismus-Debatte geht es dabei vor allem urn die Frage nach dem Verbindlichkeitsstatus literarischer Modelle, namentlich Ciceros. Am Beispiel der literarkritischen Korrespondenz De imitatione zwischen Giovanfrancesco Pico della Mirandola (1470-1533) und dem 'Ciceronianer' Pietro Bembo (1470-1547) läßt sich zeigen, daß in der Nachahmungskontroverse darüber hinaus Grundprobleme der Renaissance-Episterne implizit mitverhandelt werden. Picos Eintreten für eine eingeborene 'idea loquendi' als normativer Instanz verweist dabei auf Positionen seines erkenntniskritischen Hauptwerkes Examen vanitatis doctrinae gentium. Entwertet wird in beiden Schriften nicht nur eine pagane Autorität, sondem vor allem der epistemologische Wert sensualistischer Prämissen in der Urteilsbegründung. Täuschungsfreie und mithin normative Urteile sind für Pico demgegenüber nur im Rekurs auf eine regulative idea innata bzw. durch göttliche 'Illumination' zu gewinnen.

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