DIE SEUFFZENDE TURTEL TAUB (1767) EIN HANDSCHRIFTENFUND ZUR SPEE-REZEPTION IM 18. JAHRHUNDERT

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Nach dem bisherigen Forschungsstand riß die Rezeption Friedrich Spees im Barock mit dem Beginn der Aufklärung ab, bis sein Werk von den Romantikern wiederentdeckt wurde. Anhand einer in der British Library neuaufgefundenen privaten Devotion läßt sich jedoch exemplarisch darlegen, wie nachhaltig Spee als Erbauungsschriftsteller auf Laien im 18. Jahrhundert gewirkt hat. Während besonders seit dem Josephinismus die barocken Andachtsbücher und Lieder aus der literarischen Öffentlichkeit und der offiziellen Kirche verdrängt wurden, lebte in der Frömmigkeit des Volkes diese spirituelle Gebrauchsliteratur fort, weil ihre Inhalte überzeitlich und verbindlich, ihre formalen Ausdrucksmöglichkeiten dagegen variabel und entwicklungsfähig erschienen. Diese Form einer dem Zeitgeist trotzenden, bewahrend-produktiven Aufnahme wird untersucht am Beispiel einiger Traditionsstränge, die Spee im Güldenen Tugendbuch zu einer charakteristischen Formensprache verbunden hatte: der mittelalterlich-bernhardinischen Wundenmystik, der erotischen Seelenbrautschaft des Hohenliedes und der ignatianischen Passionsbetrachtung. Die Handschrift bietet außerdem einen Beleg für die These, daß Spee auf die oberdeutsche Dichtung eine ähnliche Wirkung hatte wie Opitz im protestantischen Norden.

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