“Zerhaut, zerreißt, zerschmettert!”

Der Bethlehemitische Kindermord – ein interkonfessionelles Bindeglied in den europäischen Künsten

in Daphnis
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The Massacre of the Innocents of Matthew 2,16–18 is a famous motif of Early Modern European art and transcends borders of genre and confession. This article explores an example of its cross-confessional use looking at the sacred poem La Strage degli Innocenti (1632) by Italian poet Giambattista Marino, its German adaptation Verdeutschter Bethlehemitischer Kinder-Mord (1715) by Hamburg Protestant poet Barthold Heinrich Brockes and the influence of paintings from the Dutch milieu.

Die biblische Episode des Bethlehemitischen Kindermordes aus Matthäus 2,16-18, ist ein prominentes und überaus beliebtes Motiv der frühneuzeitlichen Künste in Europa. Sein Erfolg ist derart groß, dass bei seiner Rezeption nicht nur die verschiedenen Genres und Gattungen, sondern auch die Konfessionsgrenzen überwunden werden. Dieser Artikel untersucht einen fruchtbaren Austausch von Katholiken und Protestanten am Beispiel von zwei geistlichen Epen: La Strage degli Innocenti (1632) des italienischen Dichters Giambattista Marino sowie die deutsche Adapation Verdeutschter Bethlehemitischer Kinder-Mord (1715) des protestantischen Hamburger Dichters Barthold Heinrich Brockes. Bis heute jedoch ist das italienische Opus dem literarischen Kanon kaum bekannt, obgleich es inmitten der konfessionellen Auseinandersetzung zu einer kulturellen Schnittstellte Europas avanciert. Der folgende Beitrag diskutiert also nicht allein den interkonfessionellen Gebrauch des Motivs, sondern veranschaulicht darüber hinaus die kulturhistorische Relevanz von Marinos geistlichem Epos über den Vergleich mit Kindermord-Gemälden aus dem niederländischen Milieu.

“Zerhaut, zerreißt, zerschmettert!”

Der Bethlehemitische Kindermord – ein interkonfessionelles Bindeglied in den europäischen Künsten

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    Cornelisz van Haarlem (1526–1683), Der Bethlehemitische Kindermord, 1590.

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    Cornelisz van Haarlem, Der Bethlehemitische Kindermord, 1591.

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    Maarten Heemskerck (1498–1574), Anbetung der Hirten /Anbetung der Könige (1549) und Cornelisz van Haarlem, Der Bethlehemitische Kindermord, 1591.

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    Dirk Volkertsz Coornhert (1519–1590) nach einer Vorlage von M. v. Heemskerck, Der Bethlehemitische Kindermord, ca. 1550.

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    Cornelis Cort nach Maarten van Heemskerck, “Triomfwagen met Rijkdom (Opulentia)”, Circulus vicissitudinis rerum humanarum, 1564.

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