Die Weisheit Sophia—ein ganzer Kerl? Königsideologie und Männlichkeitsdiskurs—einige Überlegungen zu Weish 8

in Journal for the Study of Judaism
Restricted Access
Get Access to Full Text
Rent on DeepDyve

Have an Access Token?



Enter your access token to activate and access content online.

Please login and go to your personal user account to enter your access token.



Help

Have Institutional Access?



Access content through your institution. Any other coaching guidance?



Connect

At first glance, the author of Wisdom 8 tells us the love story of King Solomon and Sophia. However, a closer look reveals that he wittily draws on familiar motifs from Hellenistic, Egyptian and Jewish backgrounds. By means of appropriation and transformation, he intertwines various semantic threads and unleashes an entirely new image of Lady Wisdom. Scrutinizing components such as royal and philosophical ideologies, the contest for excellence, and asceticism exposes a discourse of inherent masculinity. At the end of this golden thread, there emerges the idea of re-engendering.

Die Weisheit Sophia—ein ganzer Kerl? Königsideologie und Männlichkeitsdiskurs—einige Überlegungen zu Weish 8

in Journal for the Study of Judaism

Sections

References

  • 3

    Vgl. Otto KaiserDie Weisheit Salomos: Übersetzt eingeleitet und durch biblische und außerbiblische Parallelen erläutert (Stuttgart: Radius2010) 59.

  • 15

    Vgl. MüllerKönigspaar66; treffend auch ebd. 72 die Bezeichnung der Frau als „heiratspolitischen Machtfaktor“. Vgl. Roy „Masculinity“ 119.

  • 20

    MüllerKönigspaar103.

  • 21

    MüllerKönigspaar263.

  • 22

    MüllerKönigspaar263.

  • 24

    MüllerKönigspaar127.

  • 25

    MüllerKönigspaar127. Weiter ebd. 127f.: „Der Vergleich zwischen endogamen Götterpaaren und dem Ptolemäerpaar betonte die besondere sakral überhöhte Position und hob die ptolemäische Führungsspitze zudem von Königspaaren aus anderen hellenistischen Reichen ab. . . . Gegenüber der ägyptischen Bevölkerung bot es sich an sich ähnlich wie die endogamen Paare im Pharaonenhaus an das mythische Vorbild der verheirateten Göttergeschwister Isis und Osiris sekundär auch an Schu und Tefnut anzulehnen. Es wird sich als günstig erwiesen haben dass in Ägypten bereits eine literarische Tradition existierte welche die Endogamie zu einem ‚ideal of romantic love legitimated by custom and by religion‘ [mit K. Hopkins] verklärte auf die man zurückgreifen konnte“. Zur Problematik eines verifizierten kulturellen Vorbildes für die Ehe von Ptolemaios ii. und seiner Schwester Arsinoë ii. vgl. 126f. u. ö. Zum Vorbild Götterehe zwischen Isis und Osiris vgl. ebd. 123.

  • 32

    Diodorus SiculusBibliotheca Historica 1.25 weist auf die Fähigkeit der Isis hin wieder zum Leben erwecken und Unsterblichkeit schenken zu können.

  • 34

    MüllerKönigspaar100; ebd. 100: „Dazu ist zu sagen dass die philoi der inner circle am hellenistischen Hof einen bedeutenden politischen Faktor und ein wichtiges Strukturelement im monarchischen System das auf persönliche Bindungen beruhte darstellten“. Weiter zum Status der φίλοι ebd. 157f. So auch Habermann „Skizze“ 338 der noch vage und vorsichtig auf Folgendes durch eine Inschrift aus Omboi in Oberägypten 135 v. Chr. belegt hinweist: „Der Name dieses Stifters (κτίστης) ist zwar verloren doch seine Bezeichnung als πρῶτος φίλος dürfte auf einen vornehmen Mann mit Beziehungen zum Königshaus hindeuten; eventuell ist diese Bezeichnung die von der Rangklassenbezeichnung der τῶν πρώτων φίλων zu unterscheiden ist als eine Art Vorläufer aus dem 3. Jh. v. Chr. aufzufassen—im Sinne eines Individualtitels für Hofleute des Königs“. Diese Inschrift wurde erstmalig 1913 bei Ulrich Wilcken „Ein Gymnasium in Omboi“ apf 5 (1913): 410-16 herausgegeben. Zeile 9 nennt den φίλος: πρώτου φίλου καὶ κτίστου τοῦ γυµνασίου. Vgl. hier noch die Erwähnung des anderen Hoftitels in Zeile 14: [τῶν ἡµῖν . . .] πρὸς Βόηθον τὸν συγγενῆ καὶ στρατηγὸν τὴν ὑποκειµένη[ν].

  • 62

    SmithHellenistic50. Schwankl „Wettkampfmetaphorik“ 176 weist mit C. Pappas auf einen essentiellen Punkt hin: „Auch das Ideal der καλοκἀγαθία der umfassenden leiblich-geistigen ‚Vortrefflichkeit‘ wurde v.a. als Überlegenheit gegenüber anderen verstanden“. Ebenso weist Jüthner Philostratos 44 darauf hin dass bereits bei Aristoteles neben der geistigen Vortrefflichkeit „vor allem Euexie d. h. Schönheit und Kraft des Körpers angestrebt“ werden sollte. Crowther Sport 58 schließt sich dem an: „They strove for excellence or arête in all areas of life including sport. In addition they sought after the concept of kalokagathia—originally an aristocratic ideal—that translates into English as ‚the beautiful and the good’ but implies qualities such as spiritual and moral excellence harmony skill balance and grace“.

  • 73

    GeorgiWeisheit Salomos433; vgl. Winston Wisdom 199.

  • 109

    SchroerHaus51. Zimmermann Geschlechtermetaphorik 178 unterstreicht dass die Weisheit trotz der Absorption Sophias durch den Logos als „eigenständige Größe“ bestehen bleibt.

Index Card

Content Metrics

Content Metrics

All Time Past Year Past 30 Days
Abstract Views 46 46 7
Full Text Views 261 261 0
PDF Downloads 11 11 0
EPUB Downloads 0 0 0