“Ihr habt die Blasphemie gehört!ˮ (Mk 14:64)

Warum der Hohe Rat in Jerusalem auf den Tod Jesu hinwirkte

in Novum Testamentum
No Access
Get Access to Full Text
Rent on DeepDyve

Have an Access Token?



Enter your access token to activate and access content online.

Please login and go to your personal user account to enter your access token.



Help

Have Institutional Access?



Access content through your institution. Any other coaching guidance?



Connect

Which were the reasons for Sanhedrin in Jerusalem to work towards Jesus’ death? The article discusses the methodical difficulties of answering this question, taking into account the literary features of the passion narratives. It expounds the thesis that Jesus was accused of being a pseudo-prophet – his feature being “presumption” (zadôn) (Deut 17:12f.; 18:20, 22f.; Num 15:30). Texts found in Qumran referring to Deuteronomy (4Q 375 frg. 1; 11QT etc.) include this crime punished with a death sentence. Jesus being accused of blasphemy due to confessing to be Messiah is definitively secondary.

“Ihr habt die Blasphemie gehört!ˮ (Mk 14:64)

Warum der Hohe Rat in Jerusalem auf den Tod Jesu hinwirkte

in Novum Testamentum

Sections

References

  • 1

    Schon E. LohseDie Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu Christi (Gütersloh: Gütersloher Verlaghaus Mohn1964) 87 meinte: Das Judentum hat “niemals den Anspruch eines Messiasprätendenten als Lästerung betrachtet und auch gegen Bar Kochba der als Sternensohn auftrat und die Freiheit Israels vergeblich zu erstreiten suchte (132-135 n.Chr.) nicht diesen Vorwurf erhoben obwohl das Scheitern seines Vorhabens erwiesen hatte dass er nicht der Messias gewesen sein konnte”. Anders noch J. Blinzler Der Prozess Jesu: Das jüdische und das römische Gerichtsverfahren gegen Jesus Christus auf Grund der ältesten Zeugnisse (4. Aufl.; Regensburg: Pustet 1969) 186: “Nach dem Bericht des Markus kann es keinem Zweifel unterliegen dass die einzige Grundlage für das von den Synhedristen gefällte Todesurteil das als Gotteslästerung aufgefasste messianische Selbstzeugnis Jesu bildete”.

  • 16

    R. BultmannDie Geschichte der synoptischen Tradition (8. Aufl.; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht1970) 290: “Für die spätere christliche Tradition aus der der Bericht auf alle Fälle stammt konnte auch Jesu Messiasanspruch der Hauptstreitpunkt zwischen der Gemeinde und dem Judentum als Grund seiner Verurteilung erscheinen”; ebenso Lohse Geschichte 87: “Der gegen Jesus geltend gemachte Vorwurf der Lästerungˮ wird “vollauf von der Situation her verständlich in der sich die christliche Gemeinde gegenüber der Synagoge befand. Denn zwischen Juden und Christen bildete in der Tat das Bekenntnis zur Messianität und Gottessohnschaft Jesu die Ursache und den Gegenstand harter Auseinandersetzungenˮ. Stegemann Beteiligung 13: “Es stellt sich die berechtigte Frage ob der Begriff überhaupt im Sinne eines justiziablen Vergehens oder ob er nicht besser aus dem christologisch-pragmatischen Kontext der Perikope verstanden werden mussˮ.

  • 22

    Vgl. W. ReinboldDer älteste Bericht über den Tod Jesu: Literarische Analyse und historische Kritik der Passionsdarstellungen der Evangelien (Berlin/New York: De Gruyter1994). – Menschen aus dem Volk unterschieden gewiss nicht zwischen dem spezifischen Anspruch Jesu und ihrer Hoffnung auf umfassende auch politisch verstandene Freiheit. – Aufschlussreich sind die bei Mk der Einzugsgeschichte folgenden Notizen zur Begeisterung über Jesus im Volk auch wenn diese teils auf die Redaktion des Evangelisten zurückgehen: 11:18 (“denn das ganze Volk war über seine Lehre verwundertˮ); 12:12; 14:2; 15:10 12: hier hören wir aus dem Mund des Pilatus dass man Jesus in der Volksmenge sogar “Königˮ (der Juden) genannt hätte; die Seitenreferenten übernehmen diese Notiz nicht.

  • 40

    RüterswördenDeuteronomium124; clements Deteronomium 429 sieht die Überprüfbarkeit der Weisung bereits im restrikten “wie mich” (v. 15) angezeigt: “Prophets must be ‘like Moses’ by which it is intended to affirm that their teaching must accord with the words and spirit of Moses as Israel’s unique leader”.

  • 57

    Vgl. D. SchirmerRechtsgeschichtliche Untersuchungen zum Johannes-Evangelium (Berlin: Ernt-Reuter-Gesellschaft1964).

  • 61

    So v.a. M. SmithJesus der Magier (München: List1981); dazu Bühner “Jesusˮ; auch D. Fishwick “The Talpioth Ossuaries Againˮ nts 10 (1963) 49-61 60 behauptet Jesus sei als Zauberer hingerichtet worden; ältere Vertreter dieser Hypothese: E. Stauffer Christus und die Cäsaren: Historische Skizzen (5. Aufl.; Hamburg: Wittig 1960) 19 73 81 sowie die Literatur samt jüdischen und christlichen Quellen bei Blinzler Prozess 188 mit Anm. 13 und 14. Vgl. W. Schneemelcher Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung (Bd. 2; 5. Aufl.; Tübingen: Mohr 1989) 419 (Brief des Pilatus an Kaiser Claudius).

Information

Content Metrics

Content Metrics

All Time Past Year Past 30 Days
Abstract Views 50 50 12
Full Text Views 176 176 26
PDF Downloads 7 7 1
EPUB Downloads 0 0 0