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Sinn und Sinnlichkeit der Allegorie

Ikonografien des Tactus um 1600

In: Sprache und Literatur
Author:
Sandra Fluhrer Dr. phil., Komparatistik und Neuere deutsche Literatur, Department Germanistik und Komparatistik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Erlangen Germany

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Der Beitrag widmet sich bildallegorischen Darstellungen des frühneuzeitlichen Tactus, des Fühlen und Tasten vereinigenden Gefühlssinns. Detaillektüren zweier um 1600 entstandenen Stiche zeigen die Tactus-Allegorien als Exempel frühneuzeitlicher Theoriearbeit zwischen Sinn und Sinnlichkeit. Über ihren Aufbau evozieren die Allegorien Bildrhythmen, die den allegorischen Ausdruck als Erfahrungszusammenhang erlebbar machen, der sich einer strikten Teleologie und Intelligibilität widersetzt. Die frühneuzeitlichen Sinnesallegorien stehen im Horizont des Selbstbewusstwerdens eines ästhetischen Systems, avant la lettre, zu dem auch die Ausdifferenzierung der Konzepte von Gefühl und Takt gehört. Die Tactus-Allegorien reflektieren die Konkurrenz zwischen theologisch-allegorischem und ästhetischem System und entwickeln über ihr Spiel mit Sinn und Sinnlichkeit eine neue Spannung zwischen ästhetischem Regelwerk und ästhetischer Erfahrung.

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