DER HISTORIKER ALS ERZÄHLER. ZUR ZEICHNUNG DES SELEUKIDENKÖNIGS ANTIOCHUS IN 2 MAKK. IX

In: Vetus Testamentum
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Abstract

Nicht nur aufgrund seines historischen Gehalts verdient das 2. Makkabäerbuch das Interesse der kritischen Forschung. Reizvoll ist vielmehr auch die Beschäftigung mit der 'Erzählung' 2 Makk., die mit einer Vielzahl zum Teil äußerst subtiler Techniken den 'Leser' zu fesseln sucht. Am Beispiel der Darstellung des Seleukidenkönigs Antiochus IV. Epiphanes in 2 Makk. ix erweist sich einerseits, welche Mittel dem 'Erzähler' zur Zeichnung seiner Charaktere zur Verfügung stehen, diese wirft andererseits aber auch Licht auf theologisch und historisch bedeutsame Fragestellungen: So zeigt die Analyse der Charakterisierung des Antiochus, dass zumindest von dem in 2 Makk. ix Erzählten aus nicht auf die Möglichkeit eines 'Zu-Spät' der Umkehr geschlossen werden kann. Gleichzeitig lassen sich Folgerungen für die literarische Funktion des in VV. 19-27 eingeschalteten Briefes ziehen, die indirekt auch Auswirkungen auf die Frage der "Fiktionalität" dieses Abschnitts aus 2 Makk. ix mit sich bringen.

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