Der Inselgarten': das Exil deutschsprachiger Schriftsteller auf Mallorca, 1931-1936

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Mallorca läßt zunächst einmal nicht an deutschsprachige Schriftsteller als Exilanten des Dritten Reiches denken. Doch verschlug es einige von ihnen auch dorthin, so Albert Vigoleis Thelen, Harry Graf Kessler, Franz Blei, Karl Otten, Marte Brill, Erich Arendt, Klaus Mann und Herbert Schlüter. Einmal auf der Insel angelangt, verbrachten sie ihre Exilzeit dort unter unterschiedlichen Umständen und verließen Mallorca spätestens 1936, als der Spanische Bürgerkrieg anfing und sie sich gewissermaßen wieder auf der falschen Seite befanden. Ihre Inselerlebnisse haben sie z.T. auch literarisch verarbeitet: Otten und Thelen in den Romanen Torquemadas Schatten und Die Insel des zweiten Gesichts, Blei in einem Romanfragment mit dem Titel Lydwina und Arendt in Gedichten. In den Emigrantenromanen Der Vulkan und Der Schmelztiegel von Mann und Brill hat sich die Insel ebenfalls niedergeschlagen. Die vorliegende Studie setzt sich das Ziel, dieses unbekannte Kapitel in der deutschen Exilforschung aufzuarbeiten. Dabei werden die näheren Umstände der Exilzeit auf Mallorca beleuchtet und die erwähnten Werke analysiert. Zu einem großen Teil stützt sich diese Studie auf unveröffentlichte Quellen

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Review Quotes

”Andress ist es gelungen, das ungeschriebene Kapitel Mallorca in der deutschen Exilforschung und damit auch einen wenig bedachten kulturhistorischen Aspekt Mallorcas anschaulich gemacht zu haben” (176).” in: www.literaturhaus.at 17. August 2001

Table of contents

DANKSAGUNG KAPITEL EINS: Mallorca als Exilort deutschsprachiger Schriftsteller? Anmerkungen KAPITEL ZWEI: Albert Vigoleis Thelen Ein Lebenskünstler auf Mallorca Die Insel des zweiten Gesichts—ein satirischer Blick auf Nazi-Deutschland Anmerkungen KAPITEL DREI: Harry Graf Kessler Der Lebensabend eines europäischen Homme des lettres Anmerkungen KAPITEL VIER: Franz Blei Ein mallorquinisches Arkadien? Lydwina—ein Bild der Zwischenkriegszeit Anmerkungen KAPITEL FÜNF: Karl Otten Ein Expressionist und Kommunist auf Mallorca Torquemadas Schatten—eine Kampfansage gegen den Faschismus Der ironische Blick in den Geschichten aus Pueblo Anmerkungen KAPITEL SECHS: Martha Brill Die Beschäftigung mit den Marannen Anmerkungen KAPITEL SIEBEN: Erich Arendt Mallorca als “Inselgarten” Drei Gedichte—von der Möglichkeit der Befreiung bis zur Vergänglichkeit des menschlichen Daseins Anmerkungen KAPITEL ACHT: Klaus Mann Ein Mosaiksteinchen im Muster der langen Exilzeit Mallorca in Manns Der Vulkan—eine kurze Episode als Zeugnis im Kampf gegen den Faschismus Anmerkungen KAPITEL NEUN: Herbert Schlüter Der Anfang vom Ende einer Schriftstellerkarriere Anmerkungen KAPITEL ZEHN: Mallorca als Schriftstellerkolonie? Anmerkungen KAPITEL ELF: Einige Schlußgedanken zum Thema Anmerkungen AUSWAHLBIBLIOGRAPHIE Nachlässe, unveröffentlichte Manuskripte und sonstige Archivmaterialien Primärliteratur Sekundärliteratur VERZEICHNIS DER PHOTOGRAPHIEN

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