Person und Bildung

Überlegungen im Grenzgebiet von philosophischer Anthropologie und Bildungstheorie im Anschluß an Paul Ludwig Landsberg

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Als letzter Assistent von Max Scheler hat Paul Ludwig Landsberg (*1901 in Bonn; † 1944 im KZ Oranienburg-Sachsenhausen) dessen Ansätze zu einer Philosophischen Anthropologie in einer durchaus eigenständigen Weise fortgeführt. Insbesondere hat er dabei den Versuch unternommen, eine Grundlegung der Anthropologie durch die Explikation menschlicher Selbstauffassungsgehalte zu leisten: Das Problem menschlicher »Bildung« ist ihm daher nicht einfachhin ein abgeleitetes Anwendungsgebiet der Philosophischen Anthropologie, aus welcher gleichsam nachträglich eine Bildungstheorie deduziert würde, sondern der phänomenologisch zu betrachtende Ausgangspunkt, von welchem her allererst auf die Probleme der Anthropologie hin gedacht werden kann.
Die vorliegende Studie nun beginnt mit einer Skizzierung des existentiellen Hintergrundes der Philosophischen Anthropologie (1. Kapitel) und ihrer vorläufigen Begriffs- und Aufgabenbestimmung (2. Kapitel). In der Hauptsache jedoch ist sie darum bemüht, die phänomenologisch erhellte Erfahrungs-Struktur menschlicher Bildung (3. Kapitel) für eine kategoriale Bestimmung anthropologischer und pädagogischer Fragestellungen (4. Kapitel) fruchtbar zu machen. Abschließend werden Grundzüge einer Metaphysik skizziert, die - im Anschluß an die Einsichten Landsbergs, zugleich aber auch in abwägender Auseinandersetzung mit modern-postmoderner Metaphysik-Kritik - die Bildung der Person im Welthorizont zu denken versucht (5. Kapitel).

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