Rationalität und Theoriebildung

Studien zu Karl R. Poppers Methodologie der Sozialwissenschaften

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Der Band rekonstruiert und kritisiert die verstreuten Vorschläge, die Karl R. Popper zur Philosophie der Sozialwissenschaften gemacht hat. Dabei stehen drei Themenbereiche im Vordergrund: Zum einen wird der von Popper verteidigte Methodologische Individualismus in der Absicht untersucht, dessen begrenzte heuristische Fruchtbarkeit sichtbar zu machen; zum weiteren wird die von Popper favorisierte Logik von Handlungserklärungen einer nachhaltigen Revision unterzogen, was eine umfassendere handlungstheoretische Erklärungspraxis erlaubt, als sie Popper im Auge hatte; und zum dritten diskutiert der Autor die Frage, inwieweit Poppers Theorie des Wissensfortschritts für die sozialwissenschaftliche Theoriebildung verbindlich ist; auch in diesem Falle werden Mängel diagnostiziert und Wege zu deren Beseitigung erkundet. Relevanz und Reichweite der Popperschen Gedanken zur Philosophie der Handlungswissenschaften lassen sich damit deutlicher abstecken, als dies der bisherigen Popper-Rezeption möglich war. Es stellt sich heraus, daß Poppers sozialwissenschaftliche Methodenvorschläge in revidierter Form durchaus Beachtung verdienen und manchem neueren Versuch, der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung Halt und Richtung zu verleihen, vorzuziehen sind.

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