Rhetorik als kulturelle Praxis

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Wie weit reicht Rhetorik? Wie weit reicht die Macht des Rhetorischen, wenn kulturelle Diskurse, wenn Lebenswelten von der Systematik und den Techniken der ars oratoria überformt und strukturiert werden? Die in diesem Band vesammelten Beiträge erforschen Rhetorik als eine Instanz, die den soziokulturellen Kommunikationsraum organisiert und Verfahren zur diskursiven Kontrolle, zur dialogischen Interaktion und zum operativen Handeln bereitstellt. Gravitationszentrum der Einzelstudien ist die These, dass Rhetorik - jenseits ihrer angestammten Funktion als Regulativ von Ordnungen der Rede - auch Ordnungen der Dinge und des Wissens regelt: Rhetorik ist kein zeichentheoretisches Epiphänomen, sondern Bedingung für die Herausbildung sozialer und kultureller Tatsachen.

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Rhetorische Überzeugungsarbeit
Annäherung an eine kulturelle Praxis
Pages: 13–30
Recht des Volkes vs. Recht der Gelehrten
Rhetorik und Recht in Russland im 18. und 19. Jahrhundert
Pages: 79–93
Dichtung als Kunst des Handelns
Zum Konzept der Figur bei Paul Valéry
Pages: 95–112
Praeambula fidei
Glauben und Wissen im Spannungsfeld kultureller Praktiken des ‚Glaubenmachens‘
Pages: 113–129
Reden als redete man nicht
Skizze zu Scholems Satz „Sprache ist Namen“
Pages: 131–141
Arakčeev(ščina) als Marr(ismus) contra Stalin-Ethos
Das rhetorische Agententum der russisch-imperialen Philologie
Pages: 165–183
Wissens-Präsentation
Zeigen und Wissen bei Powerpoint-Präsentationen
Pages: 255–270
Innovationsdruck
Zur Rhetorik der Erfindung
Pages: 271–290
Ein-Fälle – aus „Exzerpten“
Die inventio des Jean Paul
Pages: 291–307
Genuesische Lastträger, Hottentottinnen und Kamele
Wissenschaftsrhetorik am Beispiel Cesare Lombrosos
Pages: 309–325
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