"Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache"

Zur Sprachlichkeit des Menschen

'Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache' – Ausgehend von diesem Satz Wilhelm von Humboldts wird noch einmal die Frage nach der sprachlichen Verfasstheit des Menschen aufgeworfen. Für Wilhelm von Humboldt war die Sprachlichkeit des Menschen die zentrale anthropologische Konstante: Der Mensch produziert sein Denken in der Dimension des Anderen mittels der Sprache, die Vielfalt der menschlichen Denkmöglichkeiten zeigt sich in der Vielfalt der Sprachen, und dies konstituiert den Menschen als Menschen. Ist diese Annahme noch aktuell? Oder muss sie vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen unserer Kultur, die die Relevanz des Sprachlichen infrage stellen, revidiert werden? In Humboldts Satz steckt heute ein erhebliches Diskussionspotential. Die Beiträge diskutieren die Sprachlichkeit des Menschen aus unterschiedlichen philosophischen, kulturtheoretischen und sprachwissenschaftlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie es sich mit Humboldts sprachzentriertem Menschenbild in unserer Kultur verhält.

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Bild und Schrift
Wilhelm von Humboldts Kritik der Hieroglyphen
Pages: 35–49
Aspektsehen
Über die Kreativität der menschlichen Sprache
Pages: 91–102
Sprachbilder
Zum Verhältnis von funktioneller Bildgebung und sprachlicher Beschreibung
Pages: 115–125
„Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache“
Bioethische Exkursionen zu den defi nitorischen Rändern eines philosophischen Gemeinplatzes
Pages: 127–138
„Parler, c’est assujettir“: Ist die Sprache etwa faschistisch?
Hélène Merlin-Kajman und das Erbe der französischen Texttheorie
Pages: 149–166
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