Perspektive – Die Spaltung der Standpunkte

Zur Perspektive in Philosophie, Kunst und Recht

›Perspektivismus‹ ist ein fester Begriff der Philosophiegeschichte und reflektiert die Standortgebundenheit von Wahrnehmung und Erkenntnis. Nietzsche, der im Zentrum der gegenwärtigen Debatten um die Spaltung der Standorte in Perspektiven steht, warnte davor, daraus relativistische Schlüsse zu ziehen, wie das viele seiner Anhänger taten. Der Kunsthistoriker Panofksy erläuterte, wie die Perspektive zu einer symbolischen Form der Weltdeutung wurde. Wie aber werden Perspektiven konstruiert, dezentriert und als Perspektiven sichtbar gemacht und in ihren Konsequenzen bewertet? Vor allem in den perspektivischen Verfahren der künstlerischen Darstellung von Bild- und Erzählräumen wird diese Frage virulent. Diese Fragen beantworten die Beiträge des Bandes aus Philosophie, Film- und Kunstgeschichte, Literatur und Rechtstheorie.

Unsere Preise:

Vorwort
Seiten: 7–9
Perspektivismus ohne Perspektive oder: Philosophie Ohne Kunst
Mit Nietzsches fröhlicher Wissenschaft auf der Bühne stehen
Seiten: 29–48
Regime des Sehens
Nietzsches Perspektivismus aus einer Perspektive der Moderne
Seiten: 49–63
„Vielfalt der Perspektiven“
Über Hannah Arendt
Seiten: 79–84
Camouflage des Erzählens, Manipulation des Blicks
Zur narratologischen Kategorie der Perspektive am Beispiel von Elfriede Jelineks Roman Die Klavierspielerin
Seiten: 85–105
Die Negation der Perspektive
Pieter Bruegels alternatives Konzept
Seiten: 107–121
Perspektivität und Sichtfeld
Ordnungen des Bildes bei Pasolini und Mantegna
Seiten: 123–144
Die Enden der Perspektive
Disjunktion und Emblematik, Multiperspektivität und Raumverdichtung im chinesischen Film der „Fünften Generation“
Seiten: 145–163
Perspektivische Vervielfältigung
Figurenkonstruktion in den Filmen Almodóvars
Seiten: 165–174
Zum Perspektivischen Sehen im Kino
Subjekt- und Objektstufigkeit und Ethik des Raumes Etwas über Synthesis im Räumlichen
Seiten: 175–183
Autorinnen und Autoren
Seiten: 185–188
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