Andersheit um 1800

Figuren - Theorien - Darstellungsformen

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Wie gehen Philosophie und Literatur um 1800 mit Andersheit um – und inwiefern dürfen diese Thematisierungen bis heute Relevanz beanspruchen?
Während man der Literatur gemeinhin ein offenes, dem Heterogenen verpflichtetes Denken zugesteht, sieht sich die Philosophie insbesondere in Gestalt des deutschen Idealismus immer noch häufig dem Totalitarismus-verdacht ausgesetzt, das Andere zugunsten systematischer Einheit zu neutralisieren. Vermag dieser schematische Gegensatz aber zu überzeugen? Die Beiträge dieses Bandes spüren Figuren, Theorien und Darstellungsformen des Anderen von Fichte bis Hegel und von Schiller bis Brentano nach, um das literarisch-philosophische Feld um 1800 jenseits dieser starren Frontstellung interdisziplinär zu erschließen.

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Eine allzu vertraute Vergangenheit?
Zur zwiespältigen Aktualität des literarisch-philosophischen Milieus um 1800
Pages: 25–49
Der Dilettant im Spannungsfeld von Alterität und Devianz
Die ästhetische Debatte um 1800
Pages: 51–64
„Es gibt mehr Dinge […] als wir in unsern Philosophien träumen“
Figurationen der Alterität in Schillers Romanfragment Der Geisterseher
Pages: 65–77
Spaltung des Ichs
Alterität und Devianz in psychologischer Rücksicht am Beispiel Salomon Maimons
Pages: 79–91
Folgerungen für die Missgeburten
Monstrositäten bei Johann Friedrich Meckel und Etienne Geoffroy St. Hilaire
Pages: 93–105
Sympathetische Alterität
Die Figur des impartial spectator bei Adam Smith
Pages: 107–121
„Alterität“ in Theorie und literarischer Gestaltung
Fichte, Hegel, Schlegel, Hoffmann
Pages: 123–138
Der Andere als Grenze des Versuchs vollständiger Welterschließung?
Fichtes Ansatz zur Begründung intersubjektiver Verhältnisse in der Grundlage des Naturrechts
Pages: 139–152
„… die Weltgeschichte ein erhabenes Object…“
Die Vernunft und das Andere in der transzendentalen Geschichtsphilosophie
Pages: 153–162
Der Einzelne als das Andere des Begriffes
Hegels Einzelheit als Antwort auf Jacobi
Pages: 163–175
„Seyn muß nicht mit der Identität verwechselt werden“
Hölderlin als Denker des Anderen
Pages: 205–217
Andersheit und ihre Darstellung
Derrida, die Frühromantik und der lange Schatten Hegels
Pages: 219–234
Der Parasit im Paradies
Strategien der Abweichung und Aneignung in Clemens Brentanos Godwi
Pages: 235–248
Ikonografie der kleinen Unterschiede
Chardins malender Affe und Menschenaffen in naturhistorischen Illustrationen
Pages: 249–264
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