Auslassen, Andeuten, Auffüllen

Der Film und die Imagination des Zuschauers

Das Publikum nimmt Filme nicht nur mit Augen und Ohren wahr – es imaginiert sie auch. Film bedeutet daher immer auch: »Kino im Kopf«.
Das gilt vor allem dann, wenn uns Filme auf anspielungsreiche Weise etwas vorenthalten: Dann werden wir als Zuschauer dazu eingeladen, herausgefordert, uns das Ausgesparte sinnlich vorzustellen. Die Filmwissenschaft hat Fragen zur Imagination des Zuschauers lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Dieser Band setzt sich nun erstmals im deutschsprachigen Raum systematisch mit dem vertrackten Zusammenspiel von Film und Zuschauerimagination auseinander. Die Autoren klären begriffliche Fragen, diskutieren ästhetische Mittel wie Ellipse oder Filmmusik, gehen der Imagination im Dokumentarfilm und im Stummfilmkino nach und verfolgen die Zuschauerimagination über die medialen Grenzen des Films hinaus.

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Auslassen, Andeuten, Auffüllen
Der Film und die Imagination des Zuschauers – eine Annäherung
Pages: 7–32
Leerstellen, Unbestimmtheiten, schematisierte Ansichten
Zur Phänomenologie des Auslassens und Andeutens
Pages: 33–47
Evokation
Zur non-visuellen Macht der Bilder – Eine Forschungsskizze
Pages: 49–68
Zwischen Wahrnehmung und Imagination
Jean-Paul Sartres (nie geschriebene) Phänomenologie des Films
Pages: 69–89
Die Auslassung als ‚Wirklichkeitseffekt‘
Ellipsen und Lateralellipsen im Film
Pages: 107–120
Hör-Spiele
Filmmusik und Imaginationssteuerung
Pages: 121–141
‚Anwesende Abwesenheit‘
Zur kommunikativen Konstellation des Dokumentarfilms
Pages: 143–159
Zur Inszenierung der Stimme
Visuelle Anleitungen zur Interpretation des Nicht-Hörbaren im Enrico-Caruso-Film My Cousin
Pages: 191–204
Grosse Erwartungen
Literaturverfilmungen und die Imagination des Lesers
Pages: 239–261
La double vie de l’image
Veronikabilder zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit
Pages: 263–277
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