Durchhalten und Überleben an der Westfront

Raum und Körper im Ersten Weltkrieg

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Erstmals wird hier die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive des Frontraums im Stellungskrieg dargestellt. Sie zeigt, dass das Frontgebiet eben nicht statisch, sondern eine sich ständig verändernde Zone war, an die sich die Soldaten mühevoll anpassen mussten.
Die Bilder der zerstörten Landschaften des Ersten Weltkriegs ziehen auch heutige Betrachter in ihren Bann. Sie stehen für die Gewalt und den Schrecken des Stellungskrieges. In seiner eindringlichen, auf eindrucksvollen, bislang kaum beachteten Quellen beruhenden Studie fragt Christoph Nübel, wie es möglich war, den harten, blutigen und schmutzigen Soldatenalltag an der Westfront zu überstehen.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Räume des Krieges und die unmittelbare Körperlichkeit der Kriegserfahrungen – das Bewegen, Kämpfen und Ausruhen im Grabenkrieg. So erschließen sich dem Leser ganz konkret die Belastungen des Kriegseinsatzes: Techniken des Grabenbaus, Taktiken und Landschaftsbilder wandelten sich ständig; die totalisierte Kriegsführung erschwerte eine Anpassung an die stets in Veränderung begriffene Front.
Der Erste Weltkrieg erweist sich als ein Akt alltäglicher Raumbewältigung. Wegen dieser extremen Lebensbedingungen wurde die Gestalt des Frontsoldaten schon während des Krieges, erst recht aber danach zum Mythos und zum Symbol sozialer Erneuerungsbestrebungen.

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Dr. phil. Christoph Nübel ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Historische Mitteilungen, Nr. 28 (2016)
"Nübel hat eine innovative und auf breiter Quellenbasis ruhende Studie vorgelegt, welche in ihrem Forschungsansatz für die Militärgeschichte sicherlich noch einige Jahre wirken wird und auch stilbildend für die Untersuchung und Erforschung anderer Kriege sein wird." - Ingo Löppenberg (die komplette Besprechung kann hier nachgelesen werden)

Francia Recensio, Nr. 1 (2016)
Zur Besprechung von Lutz Musner geht es hier.

Sehepunkte, Nr. 9 (2015)
"Insgesamt zeigt die Arbeit, die erstmals in solcher Breite und Tiefe die Kategorie Raum in das Zentrum einer Erfahrungsgeschichte des Ersten Weltkrieges rückt, wie vielfältige Ergebnisse mit einer solchen Perspektive zu gewinnen sind." - Wolfgang Kruse (die vollständige Rezension lesen Sie hier)

Rezensionen.ch, 13.01.2015
"Das vorliegende Buch verdient aufgrund seiner inspirierenden Argumentation einen herausragenden Platz nicht nur in der Literatur zum Ersten Weltkrieg, sondern es ist ihm auch eine wohlwollende Aufnahme außerhalb der Militärgeschichte im engeren Sinne zu wünschen." - Olaf Wagener (lesen Sie hier die gesamte Besprechung)
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