Das Olympische Dorf von 1936

Planung, Bau und Nutzungsgeschichte

Das Olympische Dorf von 1936 stellt eines der außergewöhnlichsten Baudenkmäler aus der Zeit des Dritten Reiches dar. Es beherbergte im Sommer 1936 nicht nur Sportler von allen fünf Erdteilen, sondern es waren an seiner Errichtung über 100 Kommunen beteiligt.
Nachdem für die Unterbringung der männlichen Olympiateilnehmer aus Kostengründen anfangs nur ein bestehendes Militärlager vorgesehen war, wurde 1933 der Plan entwickelt, westlich von Berlin eine neue Kaserne zu errichten und diese im Sommer 1936 zunächst als Olympisches Dorf zu nutzen. Nach den Plänen des Architekten Werner March, der zeitgleich auch für das Reichssportfeld in Berlin hauptverantwortlich zeichnete, entstand so zwischen 1934 und 1936 auf einer Fläche von 55 ha und bestehend aus über 150, meist eingeschossigen Einzelgebäuden eine in mehrfacher Hinsicht singuläre Anlage. Dies betrifft nicht nur die beabsichtigte Nutzung, sondern auch die Gestaltung der Architektur und der Landschaft sowie der künstlerischen Ausschmückung.
Die Arbeit untersucht erstmals in umfassender Weise diese Anlage und leistet dabei auch einen Beitrag zur Erforschung der Olympischen Spiele 1936 insgesamt.

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Dr. Emanuel Hübner ist promovierter Sportwissenschaftler, Denkmalpfleger und Historiker. Er forscht und lehrt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster.
Journal of Olympic History, 01.11.2015: "The documentation work Hübner did is impressive!" (Christian Wacker)
Neue Osnabrücker Zeitung, 25.09.2015: "Zum Richtfest-Jubiläum des Olympischen Dorfes in Döberitz, 14 Kilometer westlich von Berlin, sprach Almut Hülsmeyer mit unserem Autor Emanuel Hübner. Seit 2009 gehört das Olympiadorf zu den „National wertvollen Kulturgütern“ und soll nun als Baudenkmal dauerhaft erhalten bleiben." Den gesamten Artikel lesen Sie hier.