Nanotextualität

Ästhetik und Ethik minimalistischer Formen

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Minimalistische Reduktionen des Textes bieten ästhetische und ethische Differenzierungen, die hier in einem weiten kulturgeschichtlichen Rahmen präsentiert werden.
Der Spruch im Alten Testament, die Fragmente Heraklits oder die Aphorismen von Kafka, die Maximen der Moralisten und das japanische Haiku – sie alle sind Experimente knappster Verdichtung, die sich gerade deshalb als zeitresistent erwiesen haben. Gleichwohl setzt die Linguistik die Textgröße oftmals erst oberhalb des Einzelsatzes an. Der Band versammelt ein weites Spektrum von Beiträgen aus Philosophie, Theologie, Soziologie, Sprach-, Literatur- und Musikwissenschaft zu einem interdisziplinären, vielstimmigen Gespräch – über die Grenzen der Kulturen wie der Zeiten hinweg. Gebündelt sind diese Beobachtungen im Stichwort der Nanotextualität, um die Effizienz extremer Konzentration in ästhetischen, ethischen und logischen Konsequenzen zu vergleichen.

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Dr. Franz Fromholzer, geb. 1978: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Augsburg, Habilitationsprojekt zu Stilkritik und staatlicher Disziplinierung in der klassischen Moderne

Prof. Dr. Mathias Mayer, geb. 1958: Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg, Schwerpunkt der Forschung u. a. im Bereich Literatur und Ethik

Julian Werlitz M. A., geb. 1985: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Augsburg, Mitherausgeber des Hofmannsthals-Handbuchs
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