Synergie

Kultur- und Wissensgeschichte einer Denkfigur

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Synergie ist ein Schlüsselbegriff in Wissenschaft und Gesellschaft. Wie wird er historisch und gegenwärtig verwendet? Was zeichnet ihn als produktives Paradigma in interdisziplinären Forschungs- und Praxisfeldern aus?
Als Modell einer holistischen Beschreibung der Wirklichkeit macht die synergetische Perspektive die aristotelische Einsicht fruchtbar, dass das Ganze mehr ist als bloß die Summe seiner Teile. Allgemeine Theorien des Zusammenwirkens (synérgeia) nehmen hier ihren Ausgangspunkt. Mit Blick auf kooperative Interaktionen und dynamische Strukturbildungen in Natur, Kunst und Gesellschaft untersuchen die Beiträge philosophie-, wissenschafts- und kulturgeschichtliche Konstellationen, in denen Synergie-Konzepte besondere Konjunktur haben, und fragen nach dem Zukunftspotenzial dieser transdisziplinären Denkfigur.

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Einleitung
Pages: 9–30
Synergie
Zur Geschichte einer Elementaridee an der Nahtstelle von Religion und Medizin
Pages: 47–58
Synergetisches Kunstschaffen
Zur Choreographie im klassischen und neo-klassischen Diskurs über die darstellende Kunst
Pages: 59–70
Energie und Katalyse
Zu Wilhelm Ostwalds Naturphilosophie
Pages: 71–90
Durch Konkurrenz zur Kooperation
Der Synergiebegriff in den Lebenswissenschaften
Pages: 91–110
Synergie und Sympathie
Eine sozialphilosophische Skizze
Pages: 111–127
Autopoiese und Synergetik
Konzepte der Selbstorganisation
Pages: 149–163
Im Laboratorium von Synergetics
Buckminster Fullers Lehre vom Zusammenwirken more geometrico
Pages: 165–225
„All things are vectors.“
Kosmologie und Synergetik bei Alfred North Whitehead und Buckminster Fuller
Pages: 227–245
Moderne Synergoí in Wort und Tat
Russische Modelle
Pages: 283–316
The Idea of Co-evolution
Towards a New Evolutionary Holism
Pages: 317–328
Naturhermeneutik
Zur theologischen Rezeption der Synergetik
Pages: 329–344
Synergie oder Totalität?
Kugelbauten als Systemrepräsentationen
Pages: 345–363
Synergetik in Hirnforschung, Psychologie und Psychotherapie
Zum Konzept der fraktalen Evolution als Rahmen für die Entwicklung einer dritten Kultur
Pages: 365–387
Register
Pages: 395–403
Dr. Tatjana Petzer ist Dilthey-Fellow am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin, wo sie das Projekt „Wissensgeschichte der Synergie“ leitet, sowie Oberassistentin am Slavischen Seminar der Universität Zürich. Forschungsschwerpunkte: Literatur-, Kultur- und Wissensgeschichte der slavischen Moderne, Transformationsästhetik, Intermedialität und Transdisziplinarität, kulturelle Topographien, Gedächtnistheorie.
Dr. Stephan Steiner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Forschungsschwerpunkte: Religionsphilosophie, Politische Philosophie, Naturphilosophie sowie Philosophiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
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