Unter die Haut

Tätowierungen als Logo- und Piktogramme

Schmerzhaft in die Haut gestochen, galten Tätowierungen bis zur Erfindung der Lasertechnologie als unauslöschlich. Sie kennzeichneten über den Tod hinaus und fungierten als Eigentums- und Strafmarkierungen, als Schutz-, Freiheits- und Identitätszeichen.
Der Band spannt einen Bogen von griechischen Sklavenstigmata über römische Straftätowierungen bis hin zur Auschwitzer Nummerntätowierung und ihrer heutigen Bedeutung als Überlebens-, Widerstands- und Erinnerungszeichen. Die Beiträge beleuchten die Rolle von Tätowierungen als Pikto- und Logogramme und fragen, ob Tätowierungen mit einem spezifischen Befehls- und Steuerungspotential oder aber mit einem subversiven Gegensinn ausgestattet sind. Für wen sind sie lesbar in einer bestimmten Situation und ihrer historischen Transformation? Mit Beiträgen von Iris Därmann, Susanna Elm, Michael C. Frank, Mark Gustafson, Kai Kappel, Susanna Kumschick, Anna L. Roethe, Thomas Macho, Ole Wittmann.

Unsere Preise:

Was Unter die Haut Geht
What Goes Under the Skin
Seiten: 9–12
Unter die Haut. Tätowierungen als Logo- und Piktogramme. Zum Auftakt
Under the Skin. Tattoos as Logo- and Pictograms. Opening Remarks
Seiten: 15–48
Signs Under the Skin: Flogging Eternal Rome
Zeichen Unter der Haut: die Auspeitschung des Ewigen Roms
Seiten: 51–75
Degradation, Dishonor, & the Stigmatiferous Slave: Reckoning the Weight of the Roman Tattoo
Entwürdigung, Unehre und der Stigmatisierte Sklave: das Gewicht der Römischen Tätowierung
Seiten: 77–96
Das Tattoo als Tabu: Kulturelle Grenzgänger und Ihre Tätowierungen in der Kolonialliteratur-‡ von Gonzalo Guerrero bis Jean-Baptiste Cabri
The Tattoo as Taboo: Cultural Go-Betweens and Their Tattoos in Colonial Literature„… - From Gonzalo Guerrero to Jean-Baptiste Cabri
Seiten: 99–134
Zeigen Oder Nicht Zeigen. Über Frauen und Tattoos
Showing or not Showing. on Women and Tattoos
Seiten: 137–156
Ein Blaues Herz auf der Stirn. Distinktionen des Schreckens
A Blue Heart on the Forehead. Distinctions of Horror
Seiten: 159–176
Werkalterung und Umrisslinie: zur Unschärfe von Tattoos
Ageing of the Work and Contour: on the Blurring of Tattoos
Seiten: 179–208
Schema - Schnitt - Narbe: Hautzeichnungen in der Chirurgie
Schema„… - cut„… - Scar: Skinscapes in Surgery
Seiten: 211–228
Zur Nummerntätowierung im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau
On Number Tattoos at the Concentration- and Extermination Camp Auschwitz-Birkenau
Seiten: 231–253
Die Kz-Häftlingstätowierung als Public art. Zu Einem Grenzfall Deutscher Erinnerungskultur
Concentration Camp Tattoos as Public art. A Critical Case for German Culture of Rememberance
Von: Kai Kappel
Seiten: 255–275
Iris Därmann ist Professorin für Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche Ästhetik am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt- Universität zu Berlin. Sie wurde 1993 mit der Dissertation Tod und Bild promoviert. 2003 habilitierte sie sich mit der Schrift Fremde Monde der Vernunft. Die ethnologische Provokation der Philosophie für die Fächer Philosophie und Kulturwissenschaft.
Thomas Macho ist Kulturwissenschaftler, Philosoph und Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Er wurde 1976 mit einer Dissertation zur Musikphilosophie an der Universität Wien promoviert. Mit einer Arbeit über Todesmetaphern habilitierte er sich 1983 für das Fach Philosophie.
  • Reduzieren
  • Erweitern