Körper, Revolution, Nation

Vittorio Alfieri und das republikanische Tragödienprojekt der Sattelzeit

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Ausgehend von Alfieri setzt sich dieses Buch mit der Tragödie des 18. und frühen 19. Jh.s als aufklärerischem Projekt vor dem nationalen Einigungsprozess auseinander.
Im Prozess der Verbürgerlichung, nationaler Selbstvergewisserung, sich wandelnder Geschlechterbilder und aufkommender Genieästhetik wird die Tragödie diskursiv immer schärfer gegenüber anderen Gattungen abgegrenzt. Sie wird zur aufklärerischen und revolutionären Paradegattung und versinnbildlicht aus Sicht vieler Intellektueller die moralische Integrität und Stärke des Nationaltheaters und der Nation. Im Zentrum stehen Alfieri und andere aufklärerische bis postrevolutionäre italienische Tragödienautoren, u.a. Calzabigi, Maffei, Riccoboni, Salfi und Manzoni. Kontrastive Lektüren (Addison, Goldoni, Gottsched, Metastasio, Schiller und Voltaire) eröffnen eine europäische Perspektive.

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Daniel Winkler, PD Dr., z.Z. Gastprofessor am Institut für Romanistik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Studium der Komparatistik und Romanistik in Aix-en-Provence, Paris und Wien. Herbst/Winter 2013 Forschungsaufenthalt an der Universität Turin. Winter/Herbst 2011 Stipendiat am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. 2003-2009 wiss. Assistent am Institut für Romanistik der Universität Wien.
Forschungsschwerpunkte: italienische, französische und kanadische Literatur- und Medienwissenschaft des 18. bis 21. Jhs.
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