Präsenz und Text

Strategien des Transfers in Literatur und Philosophie

Der Begriff der Präsenz ist ebenso aktuell wie facettenreich. Seine Dimensionen der Gegenwärtigkeit, Anwesenheit und Unmittelbarkeit betreffen die Literatur ebenso wie die Philosophie. Die Frage der Vermittlung von Präsenz-Erleben stellt für beide eine Herausforderung dar. Während die gegenwärtige Philosophie des Geistes nach der sprachlichen Erfassung phänomenalen Bewusstseins fragt, sucht die Literaturwissenschaft nach textuellen Verfahren der Vermittlung von Präsenz. Der vorliegende Band reflektiert und problematisiert die Möglichkeit unterschiedlicher Darstellungsformen von Präsenz-Erleben aus philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Dabei bilden insbesondere Bewusstseinsdarstellungen angesichts des Todes in Lev Tolstojs Der Tod des Ivan Il’ic und Fedor Dostoevskijs Die Sanfte den gemeinsamen Hintergrund.

Prices from (excl. shipping):

Christiane Schildknecht ist Professorin für Philosophie an der Universität Luzern. Sie promovierte an der Universität Konstanz zur literarischen Form der Philosophie und habilitierte sich ebendort zu Formen des Nicht-Propositionalen in Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes. Neben Gastprofessuren in den USA, Neuseeland und Australien war sie zwischenzeitlich Professorin für Philosophie an der Universität Bonn.
Irina Wutsdorff ist Juniorprofessorin für Transkulturelle Ostmitteleuropastudien (Russistik / Bohemistik) an der Universität Tübingen. Sie promovierte zu Bachtin und dem Prager Strukturalismus an der Universität Potsdam. Ihr Habilitationsvorhaben behandelt das Verhältnis von Literatur und Philosophie in der russischen Kultur des 19. Jahrhunderts (2009-2012 im Rahmen eines gemeinsam mit Schamma Schahadat geleiteten DFG-Projekts).
  • Collapse
  • Expand