Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 11–2016

Bulgarien

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Der in Bulgarien nach dem Ende der sozialistischen Ära und dem EU-Beitritt einsetzende umfassende Modernisierungsprozess hat zu einem neuen kulturellen Selbstverständnis und zu tiefgreifenden Veränderungen im Alltagsleben der breiten Bevölkerung geführt.
Begleitet war dieser Wandel von einer intensiven Reflexion der eigenen Geschichte und Kultur. Das Jahrbuch gewährt einen umfassenden Einblick in aktuelle Themenfelder der bulgarischen Alltagskulturforschung. Dazu gehören Aspekte wie die Wiederentdeckung von Tradition, die Probleme einer sozialistischen Wettbewerbsrhetorik und der Übergang von der sozialistischen Planwirtschaft zur globalen Ökonomie, das religiöse Leben der Muslime, die Situation der Türken und der Arbeitsmigranten, aber auch der Wandel in der Einstellung zu Jugend und Gender sowie aktuelle Europäisierungsdiskurse. Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen trägt zu einem reflektierten Verständnis der gegenwärtigen Alltagssituation in Bulgarien und den Veränderungen im östlichen Europa bei.

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Die Wiederentdeckung des Traditionellen und das Konstruieren des Modernen
Bemerkungen zur Kulturgeschichte der Darstellung nationaler Identität durch die traditionelle Kultur in Bulgarien
Pages: 25–42
Jugendkultur in Bulgarien in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts
Institutioneller Einfluss und Freizeit
Pages: 93–106
Der schwierige übergang von der sozialistischen Planwirtschaft zur globalen ökonomie
Ethnologische Forschllllgen zur Arbeitskultur in Bulgarien
Pages: 107–126
,Wettbewerbe gab es, aber sie haben belohnt, wen sie wollten"
Ideologische Wettbewerbsrhetorik und tatsächliches Verhalten im realsozialistischen Arbeitsalltag
Pages: 187–201
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