Berührung

Taktiles in Kunst und Theorie

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Als »Laboratorium der Sinne« (Michel Serres) ist die Kunst ein Ort, an dem der Tastsinn zur Disposition steht: an dem also erprobt wird, wie das taktile Sensorium operiert und welche Formen von Erfahrung, Subjektivität und Körperlichkeit es hervorbringt. Denn Berührung beschreibt ein Verhältnis zur Welt. Sie durchkreuzt die Aufteilung der Sinne ebenso, wie die Trennung von Subjekt und Objekt. Welche Potenziale und Problemstellungen ergeben sich daraus? Die Geschichte der Kunst verzeichnet unterschiedliche Blüten wie Flauten der Erforschung des Taktilen und bringt ganz eigene Ausdrucksweisen und Rezeptionsformen hervor. Gleichzeitig werden anhand künstlerischer Werke auch spezifische Begriffe für die taktile Wahrnehmung geformt. Beide Seiten – ästhetische Praxis und theoretische Annäherung an den Tastsinn – sind der Gegenstand dieses Buches.
Touch describes a relationship to the world. To look at art generally means to leave oneself to the sense of sight, to keep distance. But not only since technical media of touch and interactive exhibition formats have entered museums has the question of the potential of tactile in art arisen.

Unsere Preise:

Berührung.
Taktiles in Kunst und Theorie
Seiten: 9–15
Donatello/ Pietro Torrigiano/ Asta Gröting.
Händisches Wissen und Ökonomien der Berührung im Porträt
Seiten: 49–67
Der taktile Blick.
Berührung zwischen leibhaftiger Empfindung und medialer Repräsentation
Seiten: 69–88
Das haptische Sehen in der bildenden Kunst.
Annäherungen mit Alois Riegl und Gilles Deleuze
Seiten: 89–131
Tastaufnahmen.
Reliefs im 20. Jahrhundert
Seiten: 133–149
Asta Gröting
Seiten: 163–175
Der chinesische Maler arbeitet nicht.
François Jullien und die Rezeption der ostasiatischen Kunst
Von: Vera Wolff
Seiten: 176–205
Taktile und intertextile Erfahrungen.
Cecilia Vicuñas Performance Living Quipu (2018)
Seiten: 207–224
»avoid the finishing touch«.
Selbstberührung nach Erwin Straus
Seiten: 301–321
Mark Lammert
Seiten: 323–340
Das Inter-esse beim Drücken des Auslösers.
Touch und Affekt in einer engagierten und streitbaren Kunstfotografie
Seiten: 342–367
Das Inter-esse beim Drücken des Auslösers.
Touch und Affekt in einer engagierten und streitbaren Kunstfotografie
Seiten: 369–389
Berührungen
Seiten: 391–399
Kristin Marek lehrt an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Kunstwissenschaft.
Carolin Meister ist Professorin für Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
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