Medienanthropologische Szenen

Die conditio humana im Zeitalter der Medien

Die grundlegende medientheoretische Einsicht, dass Medien unsere Welt maßgeblich verändern, ließ die Kategorie ›des Menschen‹ hinter die Fokussierung auf technische Medien zurücktreten oder gar verschwinden.
Der Band hinterfragt aus medienphilosophischer Sicht die Menschenvergessenheit technikzentrierter Positionen, ohne die Medienvergessenheit der geisteswissenschaftlichen Anthropologien aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt steht nicht die abstrakte Bestimmung eines wie auch immer zu denkenden menschlichen Wesens, sondern Fragen nach dem Wie und Wo der medialen Rahmungen und Positionierungen menschlicher Existenzweisen.

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Christiane Voss ist Professorin für Philosophie audiovisueller Medien an der Bauhaus-Universität Weimar und Sprecherin des Kompetenzzentrums Medienanthropologie an der Bauhaus-Universität Weimar. Zuvor war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 626 "Im Zeichen der Entgrenzung der Künste" an der FU Berlin. Sie habilitierte sich 2010 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Fach Philosophie mit der Arbeit „Der Leihkörper. Erkenntnis und Ästhetik der Illusion“ (2013) und promovierte in Philosophie mit einer Arbeit zum Thema „Narrative Emotionen. Möglichkeiten und Grenzen philosophischer Theorien der Gefühle“ (2003). Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Affekttheorie, Ästhetik, Anthropologie, Ontologie, Medienphilosophie und Philosophie des Films.
Katerina Krtilova ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Kompetenzzentrums Medienanthropologie der Bauhaus-Universität Weimar. 2017 hat sie ihre Dissertation zum Thema „Gesten des Denkens. Vilém Flussers Medienphilosophie“ an der Bauhaus-Universität Weimar verteidigt. Sie hat zahlreiche deutsch-tschechische Projekte im Bereich Medienphilosophie initiiert und organisiert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Medien- und Technikphilosophie und das Verhältnis von Performativität, Medialität und Materialität in der Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts.
Lorenz Engell ist Direktor des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (zusammen mit Bernhard Siegert) und stellvertretender Sprecher des Kompetenzzentrums Medienanthropologie an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2014 leitet er (zusammen mit Christiane Voss) das Teilprojekt „Mimesis des bewegten Bildes“ der DFG-Forschergruppe „Medien und Mimesis“. 2001 wurde er auf die Professur für Medienphilosophie der Bauhaus-Universität berufen und war 1996–2000 Gründungsdekan der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität. Er promovierte 1988 mit einer Arbeit zur Theorie des Fernsehens und habilitierte sich 1993 mit einer Arbeit, die unter dem Titel „Bewegen Beschreiben. Theorie zu Filmgeschichte“ erschien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören mediale Ontologien, Medienanthropologie und Serie und Serialität.

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