Geschichte der Ästhetischen Bildung

Band 4: Das 20. Jahrhundert

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Blick ins Buch
Ästhetische Bildung wird im 20. Jahrhundert zu einer zentralen Dimension des modernen Alltags.

Die ästhetische Erfahrung, die Gestaltung eines schönen Alltags und die imaginäre Aufladung des Lebens durch unterschiedliche künstlerische Medien als auch Design zielen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts häufig auf eine soziale, politische oder nationale Veränderung. In der zweiten Hälfte dienen sie stärker einer kritischen Perspektive auf die Gesellschaft sowie einer experimentellen Praxis eigener Lebensentwürfe. Die Autor:innen zeichnen anhand von ästhetischen Konzeptionen (u.a. von Alfred Lichtwark, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno, Andy Warhol und Diedrich Diedrichsen), aber auch von Konzeptionen des Bauhauses, der NS-Zeit und der Musischen Bildung, den Diskurs über die Frage nach den (Un)Möglichkeiten einer pädagogischen Rahmung des Ästhetischen nach.
Aesthetic education becomes a central dimension in the 20th century. Aesthetic experience, design, and the imaginary charging of everyday life through various artistic media change not only the individual, but also society and politics, economy, and modern myths.

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Das 20. Jahrhundert
Oder: Die Ästhetisierung des Alltags
Pages: 7–39
Deutsche Dilettanten
Die ästhetisch-nationalistische Volksbildung von Alfred Lichtwark
Pages: 41–57
Phantasien, Erfahrungen und Sublimierungen
Perspektiven auf Ästhetische Bildung von Sigmund Freud
Pages: 59–77
Die Verbesserung Des Lebens
John Deweys pragmatistische Überlegungen zur Kunst als Erfahrung
Pages: 79–92
Bildung Durch Design
Das Bauhaus als Labor der ästhetischen Gestaltung der Lebenswelt
Pages: 93–107
Krise und Kritik
Ästhetische Bildung als Form der Kritik in Zeiten der Krise bei Walter Benjamin und Bertolt Brecht
Pages: 109–123
Film-Bildung
Zur Theorie, Ästhetik und Kritik des Films bei Siegfried Kracauer und Alexander Kluge
Pages: 125–145
Ästhetik der „Volksgemeinschaft“
Ästhetische Bildung als Formierung im NS-Staat
Pages: 147–170
Musische Bildung
Ästhetisch-pädagogische Ambivalenzen eines Jahrhundertphänomens
Pages: 171–200
Ästhetik Nach Auschwitz
Theodor W. Adornos negative Konstellation der Ästhetischen Bildung
Pages: 201–218
Die Macht der Mythen
Roland Barthes und die Semiologie des Alltags
Pages: 219–233
Die Ästhetik der Existenz
Michel Foucaults transformatorische Bildungspraxis
Pages: 235–247
Bildung Durch Serialität
Andy Warhols Ästhetikprogramm
Pages: 249–260
Pädagogische (un-)Möglichkeiten des Ästhetischen
Die Verhandlung des Verhältnisses von Kunst und Pädagogik bei Klaus Mollenhauer, Gunter Otto und Gert Selle
Pages: 261–285
Ästhetische Distinktion
Pierre Bourdieus Kultur- und Bildungssoziologie des Geschmacks
Pages: 287–304
Ambivalenzen der Pop-Musik
Ästhetische Bildung bei Diedrich Diederichsen
Pages: 305–321
Die aktuelle Situation
Das heterogene Feld der Ästhetischen Bildung in der Gegenwart
Pages: 323–342
Schlussbetrachtungen
Zur Methodologie und zum Begriff der Ästhetischen Bildung
Pages: 343–375
Jörg Zirfas ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Pädagogische Anthropologie an der Universität zu Köln und hat zusammen mit sechs anderen Autor:innen diesen Band als Gemeinschaftsprojekt verfasst.
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