Spiele spielen

Praktiken, Metaphern, Modelle

Spiele werden als kulturelle Formate neben Filmen, Texten u.ä. immer präsenter. Darum wird es höchste Zeit, ludologische Fragen zu stellen, die sich mit der spezifischen Ästhetik des Spiels befassen. Hierzu möchte der Band einen kultur- und sozialwissenschaftlichen Beitrag leisten.
Was zeichnet Spielpraktiken aus? Werden Spiele gespielt, oder spielen sie sich ab? Worin besteht der Zusammenhang zwischen einem Spiel (game) und dem Spielen (play) – wie also sind soziokultureller Kontext und Situativität jeweils aufeinander bezogen? Können Spiele als Modell der Gemeinschaftsbildung dienen?
Seit Johan Huizingas Homo ludens werden Spiele als eigenständige kulturelle Form erforscht, wenn auch mit geringer Breitenwirkung; doch spätestens mit dem Siegeszug der digitalen Medien und der in ihnen ermöglichten Multiplikation von Spielformaten erweist sich die Erforschung nicht nur von Spiel und Spielen, sondern auch von Spielbegriffen und ihrer Nutzung als dringendes kultur- wie sozialwissenschaftliches Forschungsdesiderat, das sich auch und gerade jenseits der spezifisch auf Computerspiele fokussierenden Game Studies stellt. Mit Beiträgen u.a. von Hans-Ulrich Gumbrecht und Martin Zenck.
Games are becoming increasingly present as media and cultural formats, along side texts or films. So, it is high time we asked some ludological questions and addressed the specific aesthetics of games and play(ing). How are playing practices characterised? How much play is allowed by certain games – and how do game and play depend on each other? In other words, how do socio-cultural context and situative action correlate? Can the playing of games maybe help to develop models of community formation in general? These are some of the questions our collection would like to address.

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Friedemann Kreuder ist seit 2005 Leiter des Instituts für Theaterwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Stefanie Husel ist seit 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz tätig.
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