Sehsüchte

Fotografische Rekurse in Literatur und Film

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Seit ihren Anfängen werden der Fotografie Realitätseffekte zugeschrieben, deren Transparenz die Studie dezidiert um ein bedeutsames Opakes ergänzt. Es ist nämlich gerade die Störung am und im Lichtbild, die zunächst literarisch, später auch filmisch u.a. Imaginationen, Projektionen und Erinnerungen auslöst.
Erschlossen werden diese als zweite Belichtung anhand ausgewählter Momentaufnahmen der russischen, polnischen und deutschen Literatur –
ergänzt um filmische Rück- und Seitenblicke auf die fotografische Im-/Potenz. Intermedial konkurrieren wie korrespondieren verbalsprachliche Narrative mit lichtbildlichen, bringen hierbei raffinierte Hybride hervor und erzeugen spannungsreiche Konstellationen. Fotografie fungiert literarisch wie filmisch somit nicht nur als oft zitiertes apparatives Augenzeugnis, sondern ebenso als Projektionsfläche für Reflexionen, die unterschiedlichste Sehsüchte offenlegen.

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Dr. phil. habil., Studium der Literaturwissenschaft, Slavistik und Philosophie in Bielefeld, Promotionsstipendiatin des Landes NRW, des DAAD und der DFG in Bochum und Bielefeld; ebd. langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotion mit einer Studie über russische Exilprosa der 1920er Jahre; DAAD-Entsandte und wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst am Institut für Germanistik der Universität Wroclaw, derzeit an der Universität Lódz; 2016 Habilitation an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit vorliegender Studie
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