Cheongcheon 1950

Wende im Koreakrieg

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Author: Oliver Heyn
Blick ins Buch
Siegesgewiss plante General Douglas MacArthur, Oberkommandierenderder UN-Streitkräfte in Korea, eine großangelegte Offensive, die einen kraftvollen Vorstoß aller Truppen nach Norden vorsah. Am chinesischen Grenzfluss Yalu sollte der nordkoreanische Gegner endgültig zerschlagen und der Koreakrieg noch vor Ablauf des Jahres 1950 beendet werden. Während die UN-Truppen in der bergigen Landschaft beiderseits des Flusses Cheongcheon vorrückten, formierte sich unerkannt ein gewaltiger chinesischer Gegenangriff, der die ambitionierte Offensive in eine schwere Niederlage verwandelte. „Wir stehen einem völlig neuen Krieg gegenüber“ lautete das Urteil MacArthurs, der erkannte, dass die chinesische Intervention fortan die Strategie in Korea nachhaltig verändern würde. Die Schlacht am Cheongcheon ist damit nicht nur ein Wendepunkt des Koreakrieges, sondern auch ein Schlüsselereignis des Kalten Krieges. Oliver Heyn analysiert die taktischen Entscheidungen der Generale ebenso wie die Erfahrungen und Emotionen der Soldaten, die in extremer Kälte um jedes Stück Boden rangen. Am Ende steht die Einsicht, dass trotz überlegener Technik und Material der Faktor Mensch die entscheidende Komponente auf dem Schlachtfeld bleibt.
The battle at the Cheongcheon River marks a turning point of the Korean War already at its beginning in 1950. In his account, the author particularly highlights the different perspectives and judgements of those involved. He gives colourful insights into the decision-making process in the military headquarters as well as into the hitherto neglected experience of soldiers coping with combat and the horrors of war.
Oliver Heyn ist promovierter Historiker. Er forscht zur Militärgeschichte des 18.-20. Jahrhunderts, vor allem unter sozial- und alltagshistorischer Perspektive.