Ausstrahlung der Reformation

Ost-westliche Spurensuche

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In Westeuropa begann die Reformation mit innertheologischen Disputen und entwickelte sich dann rasch zu einer die Gesellschaften insgesamt verändernden revolutionären Kraft, die enorme Auswirkungen auf das religiöse Leben, die politische Landkarte, Kultur und Wissenschaft zeitigte.
Auf den russischen Kulturraum wirkte die Reformation sowohl als religiöse wie auch als intellektuelle Macht ein, insbesondere aber durch ihre Anmutung kultureller und gesellschaftlicher Modernität, wie sie etwa Zar Peter I. durch seine „Kulturrevolution von oben“ seinem Lande aufprägen wollte. Vor allem seit petrinischer Zeit lassen sich Wirkungen der Reformation in Form von russischen Anverwandlungen feststellen, die – so das Konzept des Bandes – umso sprechender werden, wenn sie Wirkungsformen im westeuropäischen Kulturraum vergleichend gegenübergestellt werden.
Natalia Bakshi ist stellvertr. Leiterin des Thomas-Mann-Lehrstuhls für Deutsche Philologie an der Staatl. Geisteswiss. Universität Moskau.
Georg Pfleiderer ist Ordinarius für Systematische Theologie/Ethik an der Universität Basel und Präsident des Karl Barth-Zentrums für reformierte Theologie in Basel.
Yvonne Pörzgen ist DAAD-Lektorin am Thomas-Mann-Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Staatl. Geisteswiss. Universität Moskau.