„Nachtgesänge"

Hölderlins späte Lyrik und die zeitgenössische Lesekultur

Series: 

Blick ins Buch

Erstmals wird Hölderlins Dichten im Literaturbetrieb und in der Lesekultur seiner Zeit verortet. Gilt Hölderlin heute insbesondere aufgrund der neuartigen und dunklen Sprache, die er in seinem späten Werk entfaltet, als einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache, so erfuhr das Spätwerk in seiner eigenen Zeit fast durchweg Ablehnung. Anhand der als „Nachtgesänge“ bekannten Gedichte, die Hölderlin 1804 in einem viel gelesenen Frauentaschenbuch publiziert hat, ergründet Tobias Christ die Widersprüche und das Scheitern einer Lyrik, die weit über den Horizont zeitgenössischer Gattungskonventionen und Leseerwartungen hinausging.
The study examines Hölderlin’s ‘Nachtgesänge’ and its place in reading culture. When they appeared in a women’s almanac in 1804, these ‘obscure’ poems were rejected throughout. For their intellectual esoterism and unconventional style they deviated too much from the standards conceived for almanacs. This sheds a new light on Hölderlin’s failure, putting an end to the long-lived topos of the poet as a victim of his time.

Prices from (excl. shipping):

  • Collapse
  • Expand