Ein Wolf im Schafspelz

Verdeckte deutsch-niederländische Rüstungsproduktion und die Firma IvS 1922-1945

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1922 wurde das Ingenieurbüro für Schiffbau (IvS/ Inkavos A.G.) unter der Leitung von Dr. Hans Techel in Den Haag gegründet. Auf diesem Wege sollten durch eine geheime Kooperation mit den Niederlanden die technische Erfahrung und der Technologievorsprung des Deutschen Reiches im U-Bootbau erhalten bleiben – obwohl der Versailler Vertrag dem Deutschen Reich die U-Bootrüstung untersagte. Kurz nach seiner Gründung bezog das IvS seine Büros im selben Gebäude wie die Schiffbauliche Abteilung der niederländischen Marine. Hieraus ergab sich eine enge Zusammenarbeit in der U-Boot-Konstruktion. So im Bereich des Rumpfdesigns, der Torpedoausstoßvorrichtungen und der Torpedos, Sehrohre, Echolote, Schallortungsgeräte und des Schweißens von hochfestem Stahl. Die Ergebnisse der Kooperation beeinflussten sowohl die U-Booteigenbauten der Niederländischen Marine wie jene des IvS für seine ausländischen Kunden. Gegenüber diesen erfüllten beide Parteien ihre vertraglichen Verpflichtungen zwischen 1922 und 1940. 1945 übernahm die niederländische Regierung das IVS. Es wurde erst 1957 geschlossen.
The book describes one of the successful efforts of the new German Navy, the Reichsmarine, to continue their research and lead in construction for the period when it would be allowed to possess submarines again. This meant by-passing the articles of the Treaty of Versailles that forbid such activities after 1919. The Germans moved expertise and factories to former neutral countries, e.g. the Netherlands. The interests of both countries were fully served by the Engineer firm/Ingenieurbüro for Shipbuilding/Schiffbau IvS/Inkavos from 1922-1940. From 1940-1945 the activities continued under German supervision. In 1945 IvS was taken over by the Dutch Government and closed only in 1957.