Mehr als nur Werbung?

Eine Untersuchung des produktunabhängigen Werbekurzfilms

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Der Werbefilm befindet sich in einem ästhetischen Transformationsprozess, der die Grenzen zwischen Werbung und Kunst stärker als je zuvor in Frage stellt. Angetrieben durch die Digitalisierung, spitzt sich dabei auch der Kampf um die Aufmerksamkeit der Rezipienten zu. Mit den produktunabhängigen Werbekurzfilmen reagiert die Werbung hierauf mit einer neuen Art narrativer Spots, die sich den Grundsätzen der Werbung widersetzt und sich in ihrer Ästhetik verstärkt dem Kurzfilm zuwendet. Dabei ist die Erzählung, ebenso wie die emotionalen Stimuli, die sie vermittelt, losgelöst vom Werbeobjekt und zeigt unverfälscht auf, welche Werte, Normen, Wünsche und Probleme in der rezipierenden Gesellschaft vorherrschen. Die Untersuchung verdeutlicht, dass der produktunabhängige Werbekurzfilm folglich nicht allein auf der Ebene der Werbung interpretiert werden darf, sondern auch als Filmgattung verstanden werden muss.
The promotional film is in a state of aesthetic change that is questioning the boundaries of advertising and art. This leads to new strategies of advertising and to the formation of the non product-related, promotional short film. As the study shows, this special form of narrative promotional films resists the principles of advertising and turns toward aesthetic appearance of short films instead.
Catalina Vrabie studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaft und promovierte am Lehrstuhl für Literatur und Medien an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Marketing-Managerin ist sie zurzeit verantwortlich für agile Teamentwicklung innerhalb des Software Engineerings der Siemens AG.
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