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Transkomposition und Anachronismus im Werk von Johannes Schöllhorn

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Im Rahmen dieser musikanalytischen Annäherung an die Transkompositionen des deutschen Komponisten Johannes Schöllhorn wird offengelegt, wie er die ursprüngliche Tonsatzstruktur der historischen Vorlagen mittels Bearbeitungs- bzw. Instrumentationstechniken erweitert und in eine zeitgenössische Klangwelt überführt. Im Zentrum der vorliegenden Musikanalysen stehen die Werke Anamorphoses (2001-04) und Dias, koloriert (2010), denen J. S. Bachs Die Kunst der Fuge zugrunde liegt, zudem das Klavierkonzert clouds and sky (2010), eine Bearbeitung von Gabriel Faurés Nocturne op. 107 Nr. 12, und «va» d’après Jules Massenet - Expressions lyriques (2016). In diesen Kompositionen verdeutlicht sich die Verschmelzung von historischer Vorlage und zeitgenössischem Komponieren zur Transkomposition. Dabei nähert sich Schöllhorn den Werken der Vergangenheit nicht mit dem Versuch einer musikhistorisch adäquaten Betrachtungsweise, sondern er sucht in diesen nach kompositorischen Potenzialen für die Gegenwart.
This music-analytical approach to the transcompositions of the German composer Johannes Schöllhorn reveals how the fusion of the original tonal structure and contemporary composing into a transcomposition is created by using arrangement and instrumentation techniques. Schöllhorn searches for potentials for contemporary composition in the artworks of the past.

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Benjamin Lang studierte Komposition, Musiktheorie, Dirigieren und Musikwissenschaft in Rostock, Salzburg, Hannover, Bremen, Lugano und Edinburgh. Nach Lehraufträgen an mehreren Hochschulen war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück. Es folgten Professuren an der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule für Musik Berlin. Seit 2018 lehrt er Musiktheorie und Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
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