Slavische Welt

Freiburger Vorlesungen 1923/1924

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Ivan Šišmanov (1862–1928), einer der bedeutendsten bulgarischen Wissenschaftler und Kulturpolitiker, wirkte u.a. als Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität in Sofia, als Minister für Volksbildung und als Botschafter Bulgariens in der Ukraine. Nach 1918 ging er für einige Jahre ins freiwillige Exil und lebte drei Jahre in Freiburg i.Br. Seine an der Universität Freiburg in deutscher Sprache gehaltenen Vorlesungen (1923/24) wurden von den Herausgeberinnen anhand der erhaltenen Notizen und Aufzeichnungen Šišmanovs rekonstruiert. Šišmanov setzte sich dort mit großer Energie für die Idee eines geeinten Europas ein (Paneuropa-Bewegung). Im Zentrum des Bandes stehen kulturelle Klischees sowie die Fragilität friedlicher Koexistenz zwischen den europäischen Völkern und nicht zuletzt unter den Slaven selbst. Die Texte, ausführlich kommentiert und von wissenschaftlichen Aufsätzen begleitet, sind ein wichtiges Zeitdokument und zugleich von fast erschreckender Aktualität.
Ivan Šišmanov (1862–1928) was one of Bulgaria's most important scholars and cultural politicians. His lectures held at the University of Freiburg in German (1923/24) were reconstructed by the editors on the basis of Šišmanov's manuscripts and notes. The focus lies on cultural clichés and the fragility of peaceful coexistence between the European peoples and not least among the Slavs themselves.

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Elisabeth Cheauré ist österreichische Slavistin, Professorin an der Universität Freiburg i.Br. und Sprecherin des (ehemals Internationalen) Graduiertenkollegs 1956 "Kulturtransfer und 'kulturelle Identität'. Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext". Rumjana Koneva ist bulgarische Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2013 ist sie Direktorin des Bulgarischen Kulturinstituts „Haus Wittgenstein“ Wien.
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