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Edited by Britta Konz, Bernhard Ortmann and Christian Wetz

Postkolonialismus bezeichnet nicht nur die historische Epoche nach dem Ende der Kolonialzeit, sondern auch ein theoretisches Konzept zur Analyse von Herrschaftsverhältnissen. In der deutschsprachigen Theologie wurde dieses Konzept bisher wenig beachtet. Im zweisprachigen Sammelband Postkolonialismus, Theologie und die Konstruktion des Anderen erkunden Vertreter aller theologischen Disziplinen einschließlich der Religionswissenschaft die heuristischen Möglichkeiten, die der Postkolonialismus für ihr Fach bietet. Es geht dabei insbesondere um die Frage, wie „der Andere“ als Gegenüber eines „Wir“ konstruiert wird. Gerade in Zeiten globaler Migration und erstarkenden Rechtsextremismus muss Theologie sprachfähig bleiben, um den drängenden Fragen der Gegenwart Antwortangebote bieten zu können.

Postcolonialism refers not only to the historical epoch after the end of the colonial era, but also to a theoretical concept for the analysis of power relations. In German-speaking theology, this concept has so far received little attention. In the bilingual volume Postcolonialism, theology and the construction of the other, scholars of all theological disciplines, including religious studies, explore the heuristic possibilities that postcolonialism provides for their subject. In particular, the question is how “the other” is constructed as the counterpart of a “we”. In times of global migration and growing right-wing extremism, theology must remain capable to offer answers to the urgent questions of the present.

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Hylkje de Jong

In Ἐντολή (mandatum) in den Basiliken Hylkje de Jong deals with the way the Byzantine jurists of the early period (6th and early 7th century) and later period (11th and 12th century) dealt with the law of mandate as they found this in respectively Justinian’s compilation and in the 9th century Basilica. Commonly characterised as consistent Byzantine dogmatics, the remarks of these Byzantine jurists appear to be in reality individual approaches, coloured by each jurist’s own methodology of interpreting.

Based upon the Basilica texts, the law of mandate is set out thematically: the mandate’s object, the liability of parties, actions, remunerations. De Jong proves convincingly that the Byzantine remarks provide a better understanding of Justinian Roman law.



In der Studie Ἐντολή (mandatum) in den Basiliken beschäftigt sich Hylkje de Jong mit der Art und Weise, wie sich die byzantinischen Juristen des 6. und frühen 7. aber auch des 11. und 12. Jahrhunderts mit dem Auftragsrechts befassten, das sie in Justinians Kompilation bzw. in den Basiliken des 9. Jahrhunderts fanden. Die Äußerungen dieser byzantinischen Juristen werden in der Regel als einheitliche byzantinische Rechtslehre aufgefasst, erweisen sich aber in Wirklichkeit als individuelle Ansätze, die von der Methodik des jeweiligen Juristen geprägt und gefärbt sind.

Basierend auf den Basilikentexten wird das Auftragsrecht thematisch dargestellt: Gegenstand des Mandats, Haftung der Parteien, Klagen, Vergütungen etc. Überzeugend weist De Jong nach, dass die byzantinischen Darlegungen ein besseres Verständnis des römischen Rechts von Justinian vermitteln.

Höfische Musikkultur im klassischen Islam

Ibn Faḍlallāh al-ʿUmarī (gest. 749/1349) über die dichterische und musikalische Kunst der Sängersklavinnen

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Yasemin Gökpinar

In Höfische Musikkultur im klassischen Islam gibt Yasemin Gökpinar einen Einblick in Ibn Faḍl-Allāh al-ʿUmarī’s Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār (vol. 10) über Hofmusik von den Abbasiden bis zu den Mamluken mit Schwerpunkt auf den Sängersklavinnen ( qiyān). Die interdisziplinäre Studie stellt Autor und Werk vor und etabliert das Liederbuch als historische Quelle. Zudem werden unterschiedliche strukturelle und inhaltliche Aspekte kombiniert: eine Untersuchung der Liedtextüberlieferer und des soziokulturellen Kontextes des Hoflebens im Lichte von Thomas Bauer's Ambiguitätstheorie, eine musikwissenschaftliche Analyse des Verhältnisses zwischen poetischem Metrum der Lieder und ihren musikalischen Rhythmen, schließlich eine Betrachtung des Handlungsspielraumes der Sängerinnen und ihrer (relativen) Macht über ihre Besitzer durch ihre hervorragende Ausbildung und natürlichen Anlagen. In this volume Yasemin Gökpinar provides insight into Ibn Faḍl-Allāh al-ʿUmarī’s Masālik al-abṣār fī mamālik al-amṣār (vol. 10) about court music from the Abbasids to the Mamluks, with special emphasis on the subject of high ranking singing slave-girls ( qiyān). Her interdisciplinary study focuses on the author and his work, and presents the songbook as a historical source. Different aspects concerning structure and contents are combined: an investigation of the song transmitters, a study into the socio-cultural context of courtly life with an application of Thomas Bauer’s theory of ambiguity, a musicological analysis of the relation between metre of song texts and rhythmic modes in music, and finally an exploration of the singing-girls’ leeway and even power over their owners, through education.

Mystik und Idealismus: Eine Lichtung des deutschen Waldes

Akten der vom 19. bis 21. Mai 2016 im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt stattgefundenen internationalen interdisziplinären Tagung (Meister-Eckhart-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt)

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Edited by Andrés Quero-Sánchez

The book contains the proceedings of the conference ‘A Clearing of the German Forest: Mysticism, Idealism and Romanticism’ (“Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“) (May, 19-21, 2016, Dominican Convent, Erfurt), including contributions by some of the most important representatives in this field (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José, Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, et al.). The volume presents articles concerning the relationship of Fichte, Hegel, Hölderlin and Schelling with the most characteristic German mystics. The conference was organized in the context of the research project “A Historical, Philological and Systematic Study on Mystical Reason and its Reception in Schelling‘s Works”, funded by the German Research Foundation.

Der Band enthält die Akten der vom 19. bis 21. Mai im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt organisierten internationalen interdisziplinären Tagung „Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“, mit Beiträgen von einigen der wichtigsten Forscher in diesem Gebiet (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, usw.). Gesammelt werden in diesem Band die das Verhältnis von Fichte, Hegel, Hölderlin und Schelling zu den zentralen Autoren der deutschen Mystik betreffenden Aufsätze. Die Tagung fand im Kontext des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „‘Der ewige Begriff des Individuums‘: Eine historisch-philologische-systematische Untersuchung der mystischen Vernunft und deren Rezeption im Werk Schellings“ statt.

Die Römische Armee auf dem Oceanus

Zur römischen Seekriegsgeschichte in Nordwesteuropa

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Jorit Wintjes

Während sich Rom schon in der späten Republik zur wichtigsten Seemacht des Mittelmeers entwickelte, läßt sich erstmals im frühen Prinzipat in den Gewässern Nordwesteuropas beobachten, daß Rom das gesamte Spektrum der Operationen zur See beherrschte und Operationen unternahm, an denen hunderte von Schiffen und tausende von Männern beteiligt sein konnten. Trotz ihrer Bedeutung ist die Geschichte dieser Operationen bislang nicht systematisch aufgearbeitet worden. Die römische Armee auf dem Oceanus bietet daher zum ersten Mal einen Überblick über die Geschichte römischer Operationen zur See in Nordwesteuropa sowie eine eingehende Analyse von zwei wichtigen Operationstypen – Transportoperationen und amphibischen Angriffsunternehmungen.

Rome became the Mediterranean’s premier sea power already during the late Republic, but it only established a permanent naval presence in North-Western Europe during the early Principate. In that period it mastered the full spectrum of naval warfare, undertaking large-scale naval operations that involved hundreds of ships and thousands of men. Despite the impact of these operations, their history has never been systematically investigated. Die römische Armee auf dem Oceanus offers for the first time an operational history of Roman naval forces in North-Western Europe and provides an in-depth analysis of two important large-scale naval operation types – transport operations and amphibious assaults.

Kritik des Wachstumsmodells

Die Grenzen alttestamentlicher Redaktionsgeschichte im Lichte empirischer Evidenz

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Benjamin Ziemer

Mit seiner bahnbrechenden preisgekrönten Kritik des Wachstumsmodells plädiert Benjamin Ziemer für einen Paradigmenwechsel in der alttestamentlichen Literaturgeschichte. Er untersucht in detaillierten Einzelstudien einen repräsentativen Katalog empirischer Beispiele für Redaktion, vom Gilgamesch-Epos über das ägyptische Totenbuch bis hin zu biblischen Büchern (Chronik, Jeremia, Daniel, Esther) und Qumranschriften (Tempelrolle, Sektenregel). Er zeigt, dass die durch Textvergleich nachweisbaren Redaktoren ihre Vorlagen nie nur durch Neues erweitert, sondern immer auch zugleich Formulierungen angepasst oder vervielfältigt, heterogenes Material eingearbeitet oder eine kürzende Auswahl getroffen haben. Bislang dominieren im kontinentaleuropäischen Forschungskontext Fortschreibungs- und Ergänzungshypothesen, nach denen man ein beliebiges Textelement nur der richtigen Entstehungsschicht zuweisen müsse, um seinen ursprünglichen literarischen Kontext wiederherstellen zu können. Dieses Modell stufenweisen »literarischen Wachstums« ist, so Ziemer, wissenschaftlich nicht mehr haltbar.
With his groundbreaking award-winnig study Kritik des Wachstumsmodells, Benjamin Ziemer is arguing for a change of paradigm in Old Testament literary criticism. He examines a representative list of empirical examples of editorial processes, including the Gilgamesh Epic, the Book of the Dead, books of the Bible and Dead Sea Scrolls. He shows that redactors who can be identified by external evidence never confined themselves to adding new material. Rather, they simultaneously adjusted or duplicated parts of the text, incorporated material from elsewhere or shortened their source texts. Until now, the bulk of redaction critical studies in Europe adhere to the presupposition of textual or literary »growth« – assuming that multiple previous layers are to be found intact in the final texts. With Ziemer’s study, this model of growth is no longer tenable.

Erzählte Bewegung

Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert)

Series:

Susanna Fischer

In Erzählte Bewegung. Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert), Susanna Fischer analyzes the function and structure of the genre of pilgrimage narratives from a literary point of view.
The first part of the book is devoted to theoretical reflections and a systematic analysis of characteristic elements of pilgrimage narratives. Interpreting the texts from a narrative perspective, she focuses not only on formal characteristics but also on narrative structures and thus takes a closer look at the poetics of pilgrimage narratives. Through the detailed analysis of fourteen Latin texts about pilgrimage to the Holy Land from the 4th to the 15th century, she illustrates the development of a literary tradition with specific structural, stylistic and narrative characteristics.

Essen im antiken Judentum und Urchristentum

Diskurse zur sozialen Bedeutung von Tischgemeinschaft, Speiseverboten und Reinheitsvorschriften

Series:

Christina Eschner

In Essen im antiken Judentum und Urchristentum untersucht Christina Eschner die Auseinandersetzungen zum jüdischen Gesetz innerhalb des Urchristentums vor dem Hintergrund vergleichbarer Diskurse im antiken Judentum. Ziel ist es, die urchristliche Praxis des Gesetzes in ihrem größeren Kontext darzustellen und ihr gegebenenfalls einen bestimmten Platz im facettenreichen Bild der zeitgenössischen jüdischen Strömungen zuzuweisen. Dabei finden Schriften aus Qumran, dem griechischsprachigen und dem rabbinischen Judentum Berücksichtigung. Der Fokus liegt auf Vorschriften zu verbotenen Speisen, zur Tischgemeinschaft und zur erlaubten Art und Weise der Nahrungsaufnahme. Auch pagane Traditionen werden einbezogen. Damit ist diese Studie besonders interdisziplinär ausgerichtet. Sie bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Themenfeldern der neutestamentlichen Wissenschaft, der Altphilologie, der Alten Geschichte und der Judaistik. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die urchristlichen Diskurse zum Essen nicht auf eine vollständige Abschaffung der entsprechenden jüdischen Gesetzesanordungen zielen.

In Essen im antiken Judentum und Urchristentum Christina Eschner examines the Early Christian disputes about the Jewish law against the background of Ancient Jewish discourses on commands of the law, in order to situate the Early Christian practice of the law within its broader context. Jewish sources include the Dead Sea Scrolls, Jewish writings in Greek and early rabbinic texts. This study focusses on rules concerning prohibited food, table fellowship and the permissible way of food intake. Pagan traditions are also considered. Thus, the work has an interdisciplinary orientation, discussing issues at the junction of New Testament studies, Classics, Ancient History and Jewish studies. It concludes that Early Christian food discourses do not aim for the complete abolition of the law.

Kreative Gegensätze

Der Streit um den Nutzen der Philosophie an der mittelalterlichen Pariser Universität

Series:

Marcel Bubert

In Kreative Gegensätze Marcel Bubert analyses the debates among medieval scholastics on the social usefulness of learned knowledge in their specific social and cultural contexts. In particular, he shows how the skepticism towards the scholars as well as the tensions between the University of Paris, the French royal court, and the citizens of Paris had profound effects on the scientific community, and led to very different views on the utility of philosophy. Some Masters responded to the expectations of society by emphasizing the autonomy of philosophical cognition. Others departed radically from this notion of science “for its own sake”, and created decidedly “practical” concepts of knowledge. The examination of these contentious relations shows how the dynamics of mutual demarcation within this “constellation” became intellectually prolific by way of generating highly original and innovative responses to the question of the utility of philosophy.

Philosophie des Geistes im Spätmittelalter

Intellekt, Materie und Intentionalität bei Johannes Buridan

Series:

Martin Klein

Is the human intellect material? Or can we show by appeal to its intentional operations, such as universal cognition and self-knowledge, that it is immaterial? Is there therefore a connection between intentionality and immateriality?
In Philosophie des Geistes im Spätmittelalter, Martin Klein offers a comprehensive account of John Buridan’s philosophy of mind considered in relation to his epistemology, metaphysics and natural philosophy. In light of material that has only recently been edited, Buridan is presented in the context of the late medieval debate about the nature of the human intellect and how this influences its cognitive functioning.