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Das zweibändige Werk präsentiert eine grundlegend neue Methodologie zur Datierung aller 583 „Sermones ad populum“ Augustins.
Seit der Entdeckung von 26 neuen Predigten Augustins in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek in Mainz hat sich eine vom Autor angeregte internationale Diskussion um die augustinische Chronologie entwickelt, die viele bislang unbezweifelte Überzeugungen in Frage stellt. Die vorliegende Studie diskutiert erstmals kritisch alle jemals gemachten Datierungsvorschläge und legt eine umfassende neue Chronologie vor. Da die Predigten Augustins engstens mit seinem gesamten Leben und Wirken verbunden sind, werden die Ergebnisse dieser Studie voraussichtlich weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Augustinusforschung sowie auf die Sicht auf Person, Denken und Umwelt Augustins haben.
Editor: Gert J. Steyn
Dieser Sammelband untersucht stichprobenartig und aus unterschiedlichen Blickwinkeln neutestamentliche kosmologische Vorstellungen, ihre Herkunft, Gestalt und Rezeption.
Das Universum, die Erde, der Mensch und Gott. Eine Vernetzung dieser Beziehungen mit unterschiedlichen Weltvorstellungen liegt uns im Neuen Testament vor. Die Welt als Kugel, als Scheibe im Wasser des Ozeans oder als Bereich unter Himmelsschichten sind einige solche Vorstellungen. Vergleiche mit antiker Literatur suchen nach der Herkunft der neutestamentlichen Kosmologien. Die Gestaltung dieser Kosmologien entfaltet sich auf unterschiedliche, jedoch überschneidende Weise bei Paulus, im Hebräerbrief und im johanneischen Gedanken. Die theologische Funktion der Rezeption bietet einen kurzen Blick übers Neuen Testament hinaus.
Das Buch liefert eine erstmalige kontextuelle sozialethische Studie zur Option für die Armen im katholischen Bildungswesen in Benin.
Die „Option für die Armen“ stellt eine Grundlinie des sozialen Bildungsauftrags katholischer Schulen dar (vgl. Gravissimum Educationis, 9). Die Hermeneutik dieser christlich-ethischen Leitformel macht die Subjektwerdung der Armen, die partizipative Dimension und den theologalen Charakter zu zentralen Bedeutungselementen dieser Option. Im beninischen – westafrikanischen, postkolonialen – Kontext setzt die Subjektwerdung der Armen die désintériorisation der Armut, die Befähigung zur Überwindung innerer Mechanismen, die Armut festigen, und die Befähigung zur Gewinnung von Selbstvertrauen und Selbstverantwortung voraus. Dies erfordert grundlegende strukturelle und funktionelle Änderungen.
Author: Paolo Costa
“The Post-Secular City” is the first attempt to systematically map and assess the recent debate about secularization.
“The Post-Secular City” examines the alleged shift from a “secular” to a “post-secular” dispensation from the perspective of the ongoing de-construction of the secularization “theorem” (as Hans Blumenberg called it). Accordingly, the new secularization debate is described as being polarized between the “de-constructors” and the “maintainers” of the standard thesis of secularization. This is the assumption underlying an ambitious effort to map the field, which consists of a long introduction where “secularization” is analyzed as a deeply problematic concept-of-process and of eight chapters in which several protagonists of the recent debate are discussed as crucial junctions of a multidisciplinary conversation.
Interkonfessioneller Austausch von Oratorien im 18. Jahrhundert
Author: Maryam Haiawi
Die Studie untersucht erstmals interkonfessionelle Austauschprozesse zwischen katholischer und protestantischer Oratorientradition in der Frühen Neuzeit.
Der Beitrag stellt die in Musik- und Literaturwissenschaft bisher kaum diskutierte Frage nach der Konfessionsgebundenheit von Oratorien des 18. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum und führt das Paradigma der Interkonfessionalität ein. Die ausgewählten Oratorien entstanden an zeitgenössisch bedeutenden Musikorten wie Wien, Dresden, Hamburg und Leipzig und wurden überkonfessionell rezipiert. Die Untersuchungen eröffnen neue Deutungshorizonte der Werke, indem sie deren Entstehung, Rezeption und wechselnde Funktionen erstmals polykausal und interdisziplinär offenlegen. Dieser Ansatz zeigt, dass die frühneuzeitlichen Oratorienkulturen sowohl über ihre konfessionellen Ausrichtungen zu greifen sind, als auch zeitgenössische ästhetische, soziokulturelle und frömmigkeitspraktische Entwicklungen im Zeitalter der Aufklärung widerspiegeln.
Der „Faktor Mensch“ in der digitalen Transformation
Author: Thomas Gremsl
Algorithmen und soziotechnische (KI)-Systeme müssen so konstruiert werden, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Angesichts einer zunehmenden Digitalisierung unserer Lebensbereiche mit Blick auf Algorithmen und soziotechnische (KI)-Systeme, ist (Sozial-)Ethik in besonderem Maße angefragt, Perspektiven auf eine menschengerechte Gestaltung dieses Wandels zu eröffnen.
Sogar im sonst so traditionsreichen Fußball finden zunehmend technische Systeme (Torlinientechnologie – GLT, Videoschiedsrichterassistent – VAR) Einzug und stellen uns vor neue Herausforderungen. Dadurch wird die Frage nach der Rolle und der Stellung des „Faktor Mensch“ innerhalb dieser Strukturen immer wichtiger. Die vorliegende Arbeit fragt nach einer möglichst menschengerechten Gestaltung dieser Prozesse und Strukturen. Dabei werden Fragen des Verhältnisses von Mensch–KI und der ethisch-rechtlichen Regulierungsbedürftigkeit dieser Systeme ebenso in den Blick genommen wie sportethische Schlaglichter oder Werte und ethische Prinzipien, die Perspektiven eröffnen sollen.
A Festschrift on the Occasion of the 50th Anniversary of BETH
During the past 50 years, theological libraries have confronted secularisation and religious pluralism, along with revolutionary technological developments that brought not only significant challenges but also unexpected opportunities to adopt new instruments for the transfer of knowledge through the automation and computerisation of libraries. This book shows how European theological libraries tackled these challenges; how they survived by redefining their task, by participating in the renewal of scholarly librarianship, and by networking internationally. Since 1972, BETH, the Association of European Theological Libraries, has stimulated this process by enabling contacts among a growing number of national library associations all over Europe.