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Film- und Mediengeschichte im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit

Franziska Heller

Nie schien der Zugriff auf Filmgeschichte leichter als heute: Mit wenigen Klicks kann man etwa ‚Klassiker‘ anschauen, sie kopieren und teilen – noch dazu digital remastered, ‚schöner als je zuvor‘! In der jüngeren Medienkultur werden ehemals analoge Filme digitalisiert, durchlaufen ständige Transformationen, um in neuen Medienumgebungen sichtbar zu bleiben. Die Studie widmet sich den grundsätzlichen Fragen, in welcher Form die vermeintlich allgegenwärtig verfügbaren Bewegt-Bilder aus der Filmgeschichte überhaupt in die Zirkulation der digitalen Kultur gelangen und welche ästhetischen, theoretischen, sozio-kulturellen wie historiographischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

Die Begriffsanalyse im 21. Jahrhundert

Eine Verteidigung gegen zeitgenössische Einwände

Nicole Rathgeb

Die „Ordinary Language-Philosophie“, nach der die klassischen Probleme der theoretischen Philosophie nicht substanzieller, sondern begrifflicher Natur sind, gilt heute in weiten Teilen der analytischen Philosophie als überholt. Zu Unrecht, wie Nicole Rathgeb argumentiert. Sie verteidigt sie gegen Paul Grice, eine Reihe von zeitgenössischen Autoren und Experimentelle Philosophen. Dabei geht es insbesondere darum, Argumente gegen die Existenz begrifflicher Wahrheiten zu entkräften, zu zeigen, wie wir auf der Grundlage unserer Sprachkompetenz nicht-triviale Erkenntnisse gewinnen können, und dafür zu argumentieren, dass wir in der Philosophie nicht auf Umfragen oder andere empirische Studien zurückgreifen müssen.

Paulus als interkultureller Vermittler

Eine Studie zur kulturellen Positionierung des Apostels der Völker

Series:

Esther Kobel

Editorial-board Sandra Huebenthal, Jacqueline Eliza Vayntrub, Zeba Crook and Anselm C. Hagedorn

Paulus als interkultureller Vermittler: Wie der Jude Paulus als Christusgläubiger sein Evangelium unter den Menschen aus den Völkern verbreitete. Der als Jude geborene Apostel Paulus sah sich berufen, das Evangelium der Auferstehung Christi unter den Völkern zu vermitteln. Die vorliegende kulturwissenschaftlich geprägte Studie zeigt auf, dass und in welcher Weise Paulus seine bikulturelle Persönlichkeit einsetzte, um die Menschen aus den Völkern für seine Version des Evangeliums von Jesus Christus zu gewinnen. Im Fokus der Untersuchung zu Paulus als Vermittler in einem Kulturtransfergeschehen stehen die paulinischen Selbstbeschreibungen, insbesondere deren „Spitzensätze“ (1 Kor 9,19–23) sowie als beispielhafte Manifestation seiner Adaptabilität die Selbstdarstellung als Wettkämpfer (1 Kor 9,24–27).

Series:

Edited by Daniel Marc Segesser, Gundula Gahlen and Carmen Winkel

Die Armee ist ein zentraler Machtfaktor im Staat, militärische Informationen sind grundsätzlich gesetzlich geschützt. Das Militär bildet zudem ein soziales System mit eigenen Normen, Ritualen und Symbolen. Die hierarchische Struktur und das starke Berufsethos prägen das Militär bis heute. Innerhalb dieses Rahmens bildeten sich immer wieder geheime Netzwerke von Militärangehörigen mit abweichenden Verhaltenskodizes. Sie erregten häufig den Verdacht, gegen das eigene Militärsystem oder den Staat gerichtet zu sein. Die Autorinnen und Autoren des Bandes erkunden die Wechselwirkungen zwischen Geheimbundorganisationen, Geheimnisträgern, Verschwörern und dem Militär – von Freimaurern und Illuminaten bis zum Stauffenberg-Kreis.

Gesichter der Gewalt

Beiträge aus phänomenologischer Sicht

Series:

Michael Staudigl

Edited by Michael Staudigl

Die Beiträge des Bands analysieren die vielen Gesichter der Gewalt und fragen nach übergreifenden Wesenszügen des Phänomens Gewalt. In phänomenologischer Perspektive rücken sie das erfahrende Subjekt ins Zentrum der Analyse.
Der Band fokussiert Gewalt als ein perspektivisches Phänomen, als erlittene, verübte oder aus der Perspektive Dritter erfahrene, etwa bezeugte Gewalt, ohne zu unterstellen, dass sich schlicht von der Gewalt reden ließe. Dass der Sinn der Gewalt immer perspektivisch erfahren wird, besagt nicht, dass zwischen Gewalt als Widerfahrnis, als Intention und als sozialem Ereignis ein unüberbrückbarer analytischer Abgrund bestünde, wie er handlungs- und diskurstheoretische Ansätze traditionell trennt. Vielmehr ist dem Sinn der Gewalt nur im Rückgang auf jenes Zwischenreich von subjektivem Sinn und objektiven Ordnungen auf die Spur zu kommen, in dem wir als leibliche Wesen der Welt Sinn abgewinnen, in dem aber auch unsere vielfältige Verletzlichkeit gründet.