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Film- und Mediengeschichte im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit

Franziska Heller

Nie schien der Zugriff auf Filmgeschichte leichter als heute: Mit wenigen Klicks kann man etwa ‚Klassiker‘ anschauen, sie kopieren und teilen – noch dazu digital remastered, ‚schöner als je zuvor‘!
In der jüngeren Medienkultur werden ehemals analoge Filme digitalisiert, durchlaufen ständige Transformationen, um in neuen Medienumgebungen sichtbar zu bleiben. Die Studie widmet sich den grundsätzlichen Fragen, in welcher Form die vermeintlich allgegenwärtig verfügbaren Bewegt-Bilder aus der Filmgeschichte überhaupt in die Zirkulation der digitalen Kultur gelangen und welche ästhetischen, theoretischen, sozio-kulturellen wie historiographischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

Auf dem Weg zur Philosophie

Friedrich Nietzsche schreibt «Der Wanderer und sein Schatten»

Series:

Tobias Brücker

Kaum jemand hat die Vorstellung des wandernden Philosophen so nachhaltig geprägt wie Friedrich Nietzsche. Mit Bleistift und Notizbuch wanderte er durch die Engadiner Berglandschaft. Doch wie werden aus Spaziergängen Gedanken und wie entsteht dabei ein Buch?
Tobias Brücker versucht die Frage nach der Werkstatt der Philosophie exemplarisch anhand von Nietzsches 1879 entstandenem Aphorismenbuch Der Wanderer und sein Schatten zu beantworten. Durch den Einbezug aller Manuskripte, Korrespondenzen und Belege wird ein detailliertes Bild vom Entstehungsprozess eines Buches bei Nietzsche gezeichnet. Dabei spielen Notizbücher, Hefte, Schreibzeug, Spaziergänge, Lektüren, Landschaften und Diäten eine wichtige Rolle. Entlang von vier Thematiken wird untersucht, wie das Schreiben und die Philosophie zusammenhängen. Brücker zeigt, dass Nietzsches Buch das Ergebnis eines produktiven Zusammenspiels zwischen der Schreibsituation in St. Moritz und den darauf zurückbezogenen Auffassungen von Schreiben, Denken, Autorschaft und Werk ist. Der Wanderer und sein Schatten ist nicht bloß ein Aphorismenbuch, sondern das Resultat eines Experiments.

Edited by Philipp Theisohn, Philipp Auchter, Boris Buzek and Mateusz Cwik

Welche Auswirkungen hat die Ausweitung des Erzählens auf die Galaxis eigentlich für das Erzählen selbst? Und inwiefern zeichnet die galaktische Einbildungskraft nicht nur verantwortlich für Umbrüche auf dem Feld des astronomischen Wissens, sondern auch auf dem Feld der literarischen Ästhetik?
Der vorliegende Band nimmt sich dieser Fragen an und lässt dabei die Imagination des Außerirdischen in ihren historischen Verlaufsformen, ihrer epistemologischen Fundierung wie vor allem auch in ihrer poetischen Funktionalität sichtbar werden.

Edited by Tan Wälchli and Corina Caduff

What is practice-based literary research? While literature as a discipline is currently not represented in the artistic research discourse, individual writers and scholars have ties to a variety of institutional constellations in which overlaps between literature, art, and research become manifest. 16 of them expand on their methodological approaches as well as their practice, and they analyse exemplary case studies.

Als 1967 das erste Heft der Zeitschrift POETICA erschien, schrieb der Gründungsherausgeber Karl Maurer in seinem Geleitwort: „Heute scheint, unaufschiebbar, die Zeit einer ‚Philologie der Weltliteratur‘ (Erich Auerbach) gekommen, die sich nicht länger ein im engen und engsten Kreise vergrabenes Spezialistentum leisten kann. Methodische Errungenschaften und geschichtliche Erkenntnisfülle aller philologischen Disziplinen müssen zum gegenseitigen Nutzen und Ansporn beständig ausgetauscht werden“. Dieser Austausch ist nach wie vor für die Zeitschrift zentral. Bei der Fülle an Methoden und Theorien einerseits und der kulturwissenschaftlichen Entgrenzung der Literaturwissenschaft andererseits muss dieser Austausch mit benachbarten Disziplinen und Gegenstandsbereichen mittlerweile aber vor allem darauf zielen, die spezifischen Merkmale der Literaturwissenschaft zu schärfen. Auf diesem Weg will POETICA dazu beitragen, der Literaturwissenschaft jene Besonderheit zu sichern, die sie auch in Zukunft zu einem interessanten und deshalb gefragten Gesprächspartner macht, der konstitutive Kompetenzen anzubieten vermag, die andernorts nicht ausgebildet werden.

: When the first issue of the journal POETICA was published in 1967, the founding editor Karl Maurer wrote in his editorial: "Today, the time seems to have arrived for a 'philology of the world literature' (Erich Auerbach), which can no longer afford a specialism buried in a narrow and intimate circle. Methodological achievements and historical knowledge of all philological disciplines have to be constantly exchanged for mutual benefit and encouragement". This exchange continues to be central to the journal. Given the multitude of methods and theories on the one hand and the dissolution of the boundaries of literary studies in cultural studies on the other, however, this exchange with neighboring disciplines and subject areas must now aim above all at sharpening the specific characteristics of literary studies. In this way POETICA wants to contribute towards securing that special feature of literary studies which will make it an interesting and therefore highly demanded discussion partner in the future, that is able to offer constitutive competencies which are not trained elsewhere.
Sprache und Literatur erscheint seit 1994 im Wilhelm Fink Verlag und ist aus seit 1970 bestehenden Vorgängerpublikationen hervorgegangen. Der Anspruch, theoretische Reflexionen aus der Linguistik und der Literaturwissenschaft zu verbinden, ist ihr wie wenigen anderen Fachzeitschriften über die Jahre hinweg zentrales Anliegen geblieben. Neue inhaltliche Akzente haben die Herausgeber in jüngerer Zeit im Bereich kulturwissenschaftlicher und medientheoretischer Reflexionen gesetzt. Sprache und Literatur macht es sich zur Aufgabe, auf diesem Gebiet neue, bislang kaum beachtete Themen und Forschungszusammenhänge zu erschließen und zählt damit heute zu den auf diesem Gebiet innovativsten fachlichen Foren. Die Beiträge der halbjährlich erscheinenden Hefte gruppieren sich jeweils um einen thematischen Schwerpunkt und leisten auf diese Weise einen konzentrierten Beitrag zur aktuellen fachlichen Diskussion.

Sprache und Literatur is being published by Wilhelm Fink since 1994. It emerged from previous publications that have been in circulation since 1970. For years its central concern has been to connect theoretical reflections of linguistics and literary studies. Additionally, the reflections of cultural studies and media theory have also come into focus in recent years. In this field Sprache und Literatur aims to tap into neglected topics and research contexts and is therefore one of the most innovative specialist forums in this area. The contributions in this semi-annually issued journal are grouped around one main topic and for this reason provides a concentrated contribution to the current specialist discourse.