Nach Titel durchsuchen

Sie sehen 1 - 10 von 12 Elemente für :

  • Literatur- und Kulturwissenschaften x
  • All accessible content x
  • Primary Language: de x
Alles löschen

Auf dem Weg zur Philosophie

Friedrich Nietzsche schreibt «Der Wanderer und sein Schatten»

Serie:

Tobias Brücker

Kaum jemand hat die Vorstellung des wandernden Philosophen so nachhaltig geprägt wie Friedrich Nietzsche. Mit Bleistift und Notizbuch wanderte er durch die Engadiner Berglandschaft. Doch wie werden aus Spaziergängen Gedanken und wie entsteht dabei ein Buch?
Tobias Brücker versucht die Frage nach der Werkstatt der Philosophie exemplarisch anhand von Nietzsches 1879 entstandenem Aphorismenbuch Der Wanderer und sein Schatten zu beantworten. Durch den Einbezug aller Manuskripte, Korrespondenzen und Belege wird ein detailliertes Bild vom Entstehungsprozess eines Buches bei Nietzsche gezeichnet. Dabei spielen Notizbücher, Hefte, Schreibzeug, Spaziergänge, Lektüren, Landschaften und Diäten eine wichtige Rolle. Entlang von vier Thematiken wird untersucht, wie das Schreiben und die Philosophie zusammenhängen. Brücker zeigt, dass Nietzsches Buch das Ergebnis eines produktiven Zusammenspiels zwischen der Schreibsituation in St. Moritz und den darauf zurückbezogenen Auffassungen von Schreiben, Denken, Autorschaft und Werk ist. Der Wanderer und sein Schatten ist nicht bloß ein Aphorismenbuch, sondern das Resultat eines Experiments.

Daphnis

Journal of German Literature and Culture of the Early Modern Period (1400-1750) / Zeitschrift für deutsche Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit

Chefredakteur Tobias Bulang

From its foundation in 1972, Daphnis was conceived as a platform for the publication of research into German literature and culture of the early modern period (14th-18th century). Since then it has developed to take on board interdisciplinary and intercultural perspectives. It is considered today an outstanding international scholarly forum for research into the early modern period. From a comparative point of view it examines the relationship between German literatures and cultural history and the culture of other European (and non-European) countries in the period, as well as such phenomena as cultural transfer. It addresses problems pertaining to the early new high German language and to Neo-Latin literature, as well as to new research fields such as intermediality, performance theories or gender studies. Within its four issues a year Daphnis offers the possibility of thematic volumes. With its double blind peer-review procedures, Daphnis is a platform which welcomes previously unpublished contributions (in German or English) under the headings: Research Articles, Miscellaneous Contributions, Bibliography and Book Reviews.

Die Zeitschrift Daphnis ist seit 1972 als Organ zur Erforschung der deutschen Literatur(en) und Kultur(en) der Frühen Neuzeit (14.-18.Jh) konzipiert worden. Seit ihrer Gründung hat sie sich im Sinne einer breiteren Interdisziplinarität und interkulturellen Perspektive entwickelt und ausdifferenziert. Heute gilt sie als ein international anerkanntes wissenschaftliches Forum für Frühneuzeitforschung. Sie berücksichtigt unter komparatistischem Aspekt die Beziehungen der deutschen Literatur und Kultur zu den europäischen (auch außereuropäischen) Kulturen dieses Zeitraums und Phänomene des Kulturtransfers. Hinzu kommen aktuelle Fragestellungen der frühneuhochdeutschen Sprache, der neulateinischen Literatur wie auch neuere Forschungsfelder der Intermedialität, Performanz, Gender Studies u.a. Im Rahmen der jährlich vorgesehenen vier Hefte sind inhaltlich geschlossene Themenhefte möglich und werden von Gastherausgebern verantwortet. Im Daphnis werden noch unveröffentlichte Beiträge (in deutscher und englischer Sprache) zu den Rubriken „Abhandlungen“, „Miszellen“, „Berichte“, „Bibliographien“ im Peer-Review-Verfahren aufgenommen. Darüber hinaus erscheinen Rezensionen zu aktuellen Publikationen der Epoche.

Need support prior to submitting your manuscript? Make the process of preparing and submitting a manuscript easier with Brill's suite of author services, an online platform that connects academics seeking support for their work with specialized experts who can help.

NOW AVAILABLE - Online submission: Articles for publication in Daphnis can be submitted online through Editorial Manager, please click here.

Need help? Check out the tutorials first or submit directly with the Editor-in-Chief: redaktion.daphnis@gs.uni-heidelberg.de.

Peter Brand and Bärbel Rudin

Führender Kopf der kontinentalen Erwerbsmigration englischer Bühnenangehöriger im Zeitalter Shakespeares war der Prinzipal Robert Browne. Auf den Stationen seiner Laufbahn, insbesondere seit 1592 als Wegbereiter des Berufstheaters im deutschen Sprachraum, konturiert sich die logistische, administrative und geschlechterspezifische Praxis des Tourneebetriebs und der höfischen Engagements, ferner als Vorteil eine Paarung von performativer Kunstfertigkeit mit Kaufmannsgeist. Davon profitierte nach Landgraf Moritz von Hessen-Kassel und dem französischen König Henri IV auch der polnische Königshof als Magnet weiträumiger Migrationsstrategien, die Browne, sein Kompagnon John Green und sein Schwiegersohn Robert Reynolds am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges noch eingeleitet hatten. Aus dieser Schule kamen die “alt Englischen Comoedianten” der ersten Friedensjahre.

Hans Medick

In diesem Beitrag werden die zeitgenössischen publizistischen Reaktionen auf die Ermordung Wallensteins am 25./26. Februar 1634 untersucht. Auf diesem Weg wird erforscht, wie die boomende und kontroverse Medienöffentlichkeit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges auf das politische Ende und das Lebensende eines der führenden militärischen Protagonisten dieses Krieges reagierte und dessen Ermordung von der bloßen historischen Begebenheit zum europäischen Medienereignis machte. Als Quellen dieser Untersuchung werden nicht nur die zeitgenössischen deutschsprachigen Zeitungen herangezogen, sondern auch ausgewählte Druckschriften der Zeit. Im Ergebnis kann gezeigt werden, dass bereits in den medialen Konstruktionen unmittelbar nach der Tat diejenigen Images von Wallenstein entstehen, die später in Literatur und Geschichtsschreibung folgenreich gewesen sind.